Die postkapitalistische Produktionsweise
Basisdemokratisch solidarischer Plan oder Zwangswirtschaft in einer Gefängnis-Sklavenhaltergesellschaft, Sozialismus oder Barbarei?

Norbert Nelte - 12.1.2008 - öonomische Theorie

Ein Gespenst knirscht rund um die Welt. Die Angst vor der Finanzkrise treibt im Londoner Finanzbezirk „City of London“ die Manager immer mehr in die Praxen der Arbeitsmediziner und Psychiater. „Fachärzte sehen einen kausalen Zusammenhang zwischen den Turbulenzen im internationalen Bankwesen und den steigenden Erkrankungszahlen.“ schreibt das deutsche Ärzteblatt. „Unsere Patientenzahlen sind binnen zwölf Monaten um zwischen 30 und 40 Prozent gestiegen“, so Mark Beadle,

Hauptgeschäftsführer von „Capio Nightingale Hospitals“, einem privaten Anbieter psychiatrischer Versorgungsangebote in der Londoner City. „Unsicherheiten im internationalen Bankgeschäft und speziell der credit crunch in Amerika und dessen weltweite Auswirkungen haben dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter im Bank- und Kreditwesen nervös geworden sind. Die berufliche Zukunft scheint unsicher und das führt unweigerlich zu stressbedingten Beschwerden.“
  http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30979

Langsam hat sich auch das Ende der kapitalistischen Produktionsweise auf der Basis der Profitproduktion bei den Eliten der Banken, Konzerne und der Politik herumgesprochen. Die Produktivität ist schon zu weit vorangeschritten, so dass der Anteil der Arbeit als einzige Quelle des Mehrwertes immer weiter verschwindet und durchschnittlich kaum mehr im produzierenden Gewerbe eine lukrative Profitrate erzielt werden kann.

In Deutschland fiel die Profitrate nach Robert Brenner in 1993 schon auf 3,5% (Robert Brenner, Boom & Bubble, S. 53). Da bringt ja schon jedes einfache Sparkonto mehr. Die meisten Menschen verwechseln die Profitrate immer mit den riesenhaften Milliarden Gewinnen. Aber das ist verkehrt. Natürlich muss man die Jahresgewinne immer in das Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzen, und da sieht es eben nicht mehr so berühmt aus.

Die Betriebe rationalisieren doch, warum steigt dann die Profitrate nicht? Die Überlegung ist fürs erste schon richtig, nur, die Konkurrenz schläft ja auch nicht und rationalisiert auch. Somit steigen zwar die Kosten, aber die Preise werden letztlich nach unten gedrückt, die Profitrate sinkt. Das von Karl Marx entdeckte Gesetz des tendenziellen Falls wird von uns auf der Homepage einfach erklärt:
http://www.marktende.de/BUECHER/NORBERT10.PDF

(Diese Broschüre findet sich auch im Anhang von unserem Buch: „Norbert Nelte - Rosa Luxemburg, die Grenzen des Marktes und die Todeszuckungen des Kapitalismus“. Im Buchhandel und Internetshops, ISBN: 3837009793, 15€uro)
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=3740&Itemid=250

In den Anfangszeiten des Kapitalismus während noch ursprünglich akkumuliert wurde, in Deutschland beispielsweise um 1850, wurde noch auf Grund der einfachen Maschinen eine Profitrate von 50% erzielt, heute auf Grund der Roboter eben in der Produktion nur noch 3,5%


.


Die Produktionskonzerne machen aus diesem Grunde 95% ihrer Gewinne aus Finanzpapieren, in der Hauptsache erst einmal mit Aktienspekulationen (niedrig kaufen, teuer verkaufen). Dieses Phänomen wird Shareholder-Value-Kapitalismus oder Casino-Kapitalismus genannt. Finanzanlagen tätigt man auch mit überdurchschnittlich profitablen Beteiligungspapieren oder Rohstoffbeteiligungen besonders aus Ländern mit korrupten Politikern.

Zum Beispiel wird die Rendite der Ölmultis im Irak auf Grund des neuen Ölgesetzes, nachdem die ausländischen Ölkonzerne bei den neuen Funden 100% der Einnahmen behalten dürfen, auf über 150% geschätzt. Weiter werden Papiere gehalten, die über Verschachtelungen Weißwäsche aus dem Waffenhandel, dem Rauschgiftgeschäft, der Prostitution oder dem illegalen Glücksspiel betreiben. Daimler baut nur noch Autos, weil man nur mit ihnen Öl verkaufen und profitable Gewinne erzielen kann.

Die Bank- oder Vorstandsmanager kennen dieses Problem mit der durchschnittlich niedrigen Rendite. Beispielsweise erwirtschaftete Siemens in der Handy-Sparte nur noch 1% Rendite. Auch, wenn die Arbeiter umsonst gearbeitet hätten, hätte das für Siemens nur 4% gebracht. Deshalb verkauften sie die Werke schleunigst an die mehr innovativen Taiwanesen BenQ. Der Anteil der Arbeit, die den Profit für das gesamte vorgeschossene Kapital erwirtschaften muss, war nur noch zu gering. Aber auch in manchen Autowerken beträgt der Lohnanteil nur noch 4%, aber auch bei den anderen Produktionsindustrien macht die Arbeit nur noch 10% aus. Siemens erklärte der staunenden Presse, dass sie in ihren chinesischen Werken 18% Rendite machen wolle. Unisono hieß es in den Medien, das sei ja wie vor dem 2. Weltkrieg, damals kannte man noch solche Margen.

Auch, wenn Telekom 5% erzielt, ist das für die Aktionäre viel zu wenig. Schließlich würden sie bei einem China-Fond 30% erhalten. Der Chef Obermann gliedert auf Druck des Private-Equity-Hauses Blackstone 60.000 Kollegen mit Hilfe der Gewerkschaftsführung von ver.di aus und wird sie letztlich in die Wüste oder auf Billigjobs schicken. Ver.di schreibt: „Gelegentlich tun Private-Equity-Fonds Gutes und finanzieren Unternehmensgründungen und junge Firmen“ (Verdi: Finanzkapitslismus, S. 8).
http://spdnet.sozi.info/bawue/karlsruhe/karlsmitte/dl/finanzkapitalismus.pdf

Auch die DGB-Gewerkschaften wissen keine andere Alternative mehr und unterstützen die Leichenfledderer, die von der Substanz leben. Sie haben alle sogar die Pensionsgelder ihrer Angestellten bei Blackstone verwettet. Der Sozialdemokrat Gerhard Schröder hat sogar die Private-Equity-Häuser 2002 zugelassen und die Spekulationsgewinne aus Aktien steuerfrei gestellt. Durch die Finanzkrise 2007 ist aber auch das Firmenübernahmegeschäft (Leveraged Buy Out) zusammengebrochen. Die Heuschrecken hatten auch wie alle Banken sich im Hypothekenmarkt engagiert und aufs falsche Pferd gesetzt. Das Vertrauen in den Dollar in der Welt ging verloren, der Dollar wurde knapp, die Zinsen stiegen und die Häuserkredite wurden notleidend. Keine Bank will den Private Equitys mehr Geld leihen, auch trauen die Banken sich untereinander nicht mehr.

Die Inflation ist in Amerika schon auf 10% gestiegen und das Bruttosozialprodukt um 2,5% geschrumpft (Von Analysten geschätzte Zahlen, da die offiziellen massiv offensichtlich gefälscht sind). Das Bankensterben wird im Laufe des Jahres weiter gehen, manche Großbetriebe den Geist aufgeben. Die amerikanischen Staaten werden von einem fiskalischen Notstand in den nächsten schliddern, bis das zu einem Dauerzustand werden wird. Das Handelsblatt schreibt am 9.1.08 unter dem Titel „US-Firmengewinne brechen ein“:

»„2008 werden wir eine Rezession der US-Wirtschaft sehen“, prophezeit David Rosenberg von Merrill Lynch seit Wochen. Auch Nouriel Roubini, renommierter Ökonom und Professor an der Stern School of Business der New York University, hält eine Rezession für unvermeidlich. „Die Frage ist nur noch, wie hart die harte Landung ausfallen wird“, schreibt Roubini in seinem Internet-Blog RGE Monitor.«
http://www.handelsblatt.com/News/Konjunktur-%d6konomie/Konjunktur/_pv/_p/200053/_t/ft/_b/1374102/default.aspx/us-firmengewinne-brechen-ein.html

Handelsblatt, 10.1.: »Die Vereinten Nationen haben wegen der Turbulenzen in der US-Wirtschaft vor einem drohenden Abschwung der Weltwirtschaft gewarnt. „Es besteht die klare und aktuelle Gefahr, dass die Weltwirtschaft in die Nähe eines Stillstandes gerät“, schreiben die Ökonomen der Weltorganisation in ihrer Vorhersage für die globale Konjunktur 2008. Auch die Weltbank und das Weltwirtschaftsforum (WEF) zeichnen düstere Szenarien für das laufende Jahr.« http://www.handelsblatt.com/News/Konjunktur-%d6konomie/Konjunktur/_pv/_p/200053/_t/ft/_b/1375183/default.aspx/weltwirtschaft-droht-flaute.html

Spiegel, 10.1. »Gestern hatte Goldman Sachs erklärt, in den USA sei 2008 eine Rezession zu erwarten - unter anderem wegen der Krise am Immobilienmarkt. Im zweiten und dritten Quartal werde die Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet um jeweils ein Prozent schrumpfen. Im Gesamtjahr werde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lediglich bei 0,8 Prozent liegen.«
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,527800,00.html
Glos plant Notprogramm für die Konjunktur titelt der Spiegel am 12.1.: „Die Bundesregierung korrigiert nach SPIEGEL-Informationen ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr nach unten.“

So geht das im Minutentakt jetzt immer weiter. Diese katastrophalen Zustände  beobachtet man in der ganzen Welt. Die Wirtschaften in Singapur und Indonesien sind von der Depression ergriffen. In China hat die Inflation bei den Lebensmitteln schon 18% erreicht, ein Aufstand musste schon mit Militärgewalt niedergeschlagen werden. In Deutschland ging der Autoabsatz um 13% zurück, die Inflation für die „Arbeitnehmer“haushalte kletterte auf 7% und die Arbeitslosigkeit auf 7 Millionen. Bisher konnte die Krise so lautlos über die Bühne gehen,  weil diese Zahlen so massiv gefälscht werden. Die Autokonzerne meldeten gar selber ihre Autos auf sich an, um somit die Verkaufszahlen zu schönen. Der Dollar kann nur noch bei 1,47 pro €uro gehalten werden, indem die EZB massiv Gold verkauft und dafür Dollar kauft. Gold, im August noch bei 700 €uro, steht schon bei 900. Am Goldkurs lässt sich am besten der Fortgang der Krise sehen, weil sie ja reales Geld für die Unze haben wollen, allen anderen Zahlen kann man kaum noch trauen.

Statt die Finanzen in Ordnung zu bringen, überziehen die Herrschenden ein Land nach dem anderen mit blutigen Kriegen und Verwüstungen. Wenn die USA schon nicht mehr ökonomisch die Vorherrschaft behalten kann, dann wenigstens militärisch, hoffen sie, aber ihre Ära ist abgelaufen und mit ihnen die Ära des ganzen Profitproduktionssystems. Zu dem ganzen Schreck kommen dann noch die Grenzen des Marktes, die hohen Ölpreise. das Peak-Oil und die horrenden Überschuldungen hinzu.

Der Kapitalismus baut auf dem Produktionssystem auf, dass erst für einen unbekannten Markt produziert und dann mit einem wahnsinnigen Werbeaufwand die einzelnen Privatkapitalisten mit der Konkurrenz sich um die Märkte schlagen. Nachdem das „blinde“ Marktsystem am Zusammenbrechen ist, bräuchten die Vorstände ja nur sagen „Na gut, dann stellen wir erst den Bedarf fest und danach lassen wir produzieren.“ So einfach wäre das, da liegt das ganze „Geheimnis“ und Krisen, Arbeitslosigkeit, Inflation und Kriege bräuchte es hinfort nicht mehr zu geben.
Schön wäre das, denkst Du und legst in Erwartung der Supermänner die Hände in den Schoß. Aber auf die Supermänner wirst Du lang warten müssen, denn die Kapitalisten können derart gar nicht produzieren lassen bzw. haben gar kein Interesse, nach einem feststehenden Bedarfsplan herstellen zu lassen, denn dann würde sich überhaupt kein Mehrwert mehr für das Kapital ergeben.

Wenn die Produktionsmenge der Volkswirtschaft aber vor der Produktion feststehen würde, könnte der Einzelkapitalist keinen Profit mehr herausschlagen. Die Konkurrenz würde ihn unterbieten bis zu den realen Kosten und darunter. Je mehr die Produktionsmenge festgelegt ist, umso eher wird in einer ansonsten nicht geregelten Wirtschaft mit Dumpingpreisen gearbeitet.

Dieses Phänomen ist in ihren Anfängen bereits heute schon zu beobachten. Wir nähern uns mit der Kapitalisierung des letzten großen Raumes China einer festen Nachfragegröße an, falls kein neues Massenkonsummittel wie das Auto entwickelt wird, womit nicht zu rechnen ist. Die Konzerne werden im Ausland immer stärker zu Rabattnachlässen gezwungen, so dass sich ihre Rendite im Durchschnitt immer mehr der Nullachse nähert. Gerade Deutschland entwickelt im Binnenmarkt keinerlei Auftriebskräfte mehr, so dass die Konzerne versuchen, diese Schwäche mit dem Export zu kompensieren, der immerhin noch ein Wachstum von 7% erreicht. Da die Waren im Ausland nach der Grenzkostenrechnung nur die stückvariablen Kosten (Rohstoffe, Halbfertigmaterial,

Fertigungsstunden) decken müssen, macht sie aber für den inländischen Verbraucher teurer, weil er die ganzen Fixkosten (Verwaltungskosten, Betriebsmeister, Putzen) tragen muss. In das Ausland verkaufen die deutschen Konzerne nur noch ein Minimum, da verschenken sie fast nur. Der Arbeiter zahlt also den Verkauf der Konzerne ins Ausland. Es ist also nicht so, wie von manchen enttäuschten Arbeiterkritikern oft behauptet wird, dass die heimischen Kollegen vom Export profitieren würden, sondern umgekehrt. Wir alle müssen dafür bluten, dass Deutschland immer noch Exportweltmeister ist, nur mit Dumpingpreisen erkauft, auch mit guter Qualität, aber in erster Linie mit Rabatten.

Es ist also kein Zufall, dass, je mehr wir uns den Grenzen des Marktes annähern, die Profitrate gegen Null tendiert und alle Katastrophen auf einmal zusammen kommen. Dass die preiswerten Ölvorräte auch jetzt noch versiegen müssen, gut, das ist das Pech des Kapitalismus, er hatte nun mal aus dem Vollen gelebt und sich zu wenig um die Entwicklung der erneuerbaren Energie gekümmert.

Nun können die Kapitalisten nicht mehr mit der ausgehenden Marktwirtschaft leben und auch nicht mit einer solidarischen Planwirtschaft. Aber die Eliten wollen doch an der Macht bleiben? Kleinbürger wie in „der Linken“ schlagen z.B. die Abschaffung aller Monopole vor. Nur, dann müsste man auch alle Maschinen zerschlagen, Internet, Container, Know-how, Telefon und alle Entwicklungen und die ganze Scheiße könnte wieder von vorne beginnen. Nein, im Ernst, den Bossen bliebe nur, eine Planwirtschaft durchzuführen und dabei den sogenannten freien Markt und Arbeitsmarkt abzuschaffen. Die Elite müsste die Löhne und Preise festlegen. Warum sollte sie dann noch den Arbeitern einen menschenwürdigen Lohn bezahlen? Warum überhaupt noch wählen lassen, das ginge doch dann gar nicht mehr?

Lenin zeigte in der Theorie, dass die [bürgerliche] Demokratie der beste Mantel für die kapitalistische Marktwirtschaft ist. Nun haben wir es aber nicht mehr mit der Marktwirtschaft, nicht mehr mit dem Kapitalismus zu tun, sondern mit einer bürgerlichen Zwangswirtschaft und hier ist der einzig mögliche Mantel die Weltdiktatur. Manche Vorbereitungen dafür weisen auch darauf hin: Der Entwurf für eine Diktatur „im Falle eines Angriffs“ vom Weißen Haus, das Bush-Dekret,
http://www.whitehouse.gov/news/releases/2007/05/20070509-12.html
der Entwurf der neuen Währung Amero, die erst für die NAFTA, dann auch für die EU und den ASEAN-Pakt gelten soll, der Bau von KZs für 36.000 Aufmüpfige durch Halliburton, in Deutschland die Onlinedurchsuchung,

Vorratsdatenspeicherung, Hartz IV, 1-€uro-Jobber und das ganze Arge-Chaos, die geplante Einkasernierung für junge Arbeitlose und durchdrehende Überflüssige, biometrische Pässe, Überflutung mit Überwachungskameras, Guantanamo und die Käfige in Rostock, die Privatisierung des Militärs alá Blackwater, deren Bewaffnung mit Schalldämpfern (???) und Chemiewaffen (???) der Genozid an den Palästinensern, den Irakis, Afghanen, Somalis etc. etc.

Jetzt wird es ungemütlich. Außerdem wird es jetzt geheim, Top Secret! Deshalb rate ich auch jedem empfindlichen Zeitgenossen, sich lieber etwas witziges vorzunehmen, z.B. Adolf, du alte Nazisau (Ich hock’ in meinem Bonker)
http://de.youtube.com/watch?v=Tv47iWKUv5A


Vorausschicken möchte ich ein längeres Zitat von Prof. Dr. Dr. Ernst Woit, Dresdener Studiengemeinschaft SICHERHEITSPOLITIK e.V. Gerade weil das ein brisantes Thema ist, bei dem die wenigen Vertreter in der Öffentlichkeit für Durchgeknallt erklärt werden, erlaube ich es mir einmal, mich hinter der Professorenautorität zu verstecken.

»Schon sehr bald nach dem 11. September 2001 wurde in den tonangebenden Medien ziemlich offen darüber reflektiert, dass der Terrorismus-Begriff zur Kriegsrechtfertigung nun viel geeigneter sei als der Begriff der Menschenrechte. So stellt Jan Ross unter Berufung auf Henning Ritter fest, seit dem 11. September sei der Begriff der Menschenrechte politisch unbrauchbar geworden und habe Terrorismusbekämpfung "den Begriff der Menschenrechte als Argument für westliche Interventionen ersetzt."

Worum es den USA und ihren Hauptverbündeten tatsächlich geht - und warum sie die größte Furcht davor haben, dass die Völker der Welt die Menschenrechte wörtlich nehmen und ihre Realisierung einfordern -, hat Kurt Biedenkopf mit bemerkenswerter Offenheit so eingeschätzt:

"Zunehmend habe ich den Eindruck, dass unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung im Zenit ihrer Entwicklung angelangt ist. Im Grunde hat sie damit keine Zukunftsperspektive mehr. Die Art wie wir leben, ist nicht verallgemeinerungsfähig. Wir können unsere materiellen Ansprüche an die Erde und ihre Ressourcen nicht auf die große Mehrheit der Menschheit übertragen. China und Indien mit der gleichen PKW-Dichte und dem gleichen Verbrauch an Energie wie in einer hochentwickelten Zivilisation wären undenkbar."

 Doch wie lautet die Konsequenz, die Biedenkopf aus dieser treffenden Analyse zieht? "Das heißt aber, dass die Fortführung unserer eigenen Lebensweise nur möglich ist, wenn sie auch in Zukunft einer privilegierten Minderheit, den hochentwickelten Industrienationen, vorbehalten bleibt."  (K. Biedenkopf, 1998 - 1990. Ein deutsches Tagebuch, Berlin 2000, S. 224.)

Das aber bedeutet, keine substantiellen Änderungen an der gegenwärtigen Weltwirtschaftsordnung zuzulassen, die 20 Prozent der Weltbevölkerung den Verbrauch von 80 Prozent der Weltressourcen sichert. Genau das ist das Hauptmotiv und der Kern jener Strategie der Rekolonisierung, die die USA und ihre Hauptverbündeten eigentlich nie aufgegeben hatten, die sie jedoch nach dem Untergang der Gegenmacht Sowjetunion hemmungsloser denn je verfolgen.«
http://www.sicherheitspolitik-dss.de/autoren/woit/ap6402ew.htm

Auf die privilegierten Minderheit  werden wir noch öfters stoßen. Roman Herzog äußerte auch im Fernsehen, dass zu viele Menschen CO2 ausstoßen. Was haben die Hochwohlgeborenen mit dem Rest der Menschheit nur vor?

--- GEHEIMAKTE ---
Die Bilderberg-Konferenz

Voranschicken muss ich noch, dass die Geheimstory wie eine Verschwörungstheorie sich liest. Ich habe aber deshalb die zwingende Logik für das Kapital einer Gefängnisweltdiktatur vorangestellt. Eine Verschwörungstheorie wären die Weltdiktaturpläne in der Tat dann, wenn man nur sagen würde, sie machen diese Pläne nur deshalb, weil sie böse sind. Nein, wir sagen, denen bleibt gar nichts anderes übrig, wenn sie die Herrschaft behalten wollen. Ihre Diktaturpläne sind dann geradezu zwingend.

David Rockefeller äußerte sich 1991 zu den Plänen "Es wäre unmöglich gewesen, dass wir unseren Plan für die Weltherrschaft hätten entwickeln können, wenn wir Gegenstand der öffentlichen Beobachtung gewesen wären. Aber die Welt ist jetzt weiter entwickelt und darauf vorbereitet, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist sicher der nationalen Souveränität, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, vorzuziehen".

In der Regel springt bei einem Dilemma der Bourgeoisie die Bertelsmann-Stiftung ein, aber damit diese Weltherrschaftspläne auch im Geheimen entwickelt werden konnten, arbeitet David Rockefeller bei den Bilderberg-Konferenzen mit.


Der Mitbegründer und erste Vorsitzende der Bilderberger, Prinz Bernhard der Niederlande bekannte: "Es ist schwierig, die im Nationalismus aufgewachsenen Völker umzuerziehen und sie an die Idee zu gewöhnen, ihre Souveränität an übernationale Organisationen abzutreten"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/4/4258/1.html

Dieses Treffen findet jährlich statt, hat immer feste Einlader, aber ca. 100 wechselnde Teilnehmer. Niemand darf über den Inhalt sprechen, deshalb gerät das Treffen schnell in die Ecke von Verschwörunstheorien. Es trifft sich aber dort die Créme des Kapitals und deshalb sind die Inhalte für Marxisten höchst interressant.

Die passenderweise "Grenzwissenschaften" genannte Website zitiert Egon Bahr bezüglich Bilderberg wie folgt:
"Wenn Tausende von Milliarden Dollar in Gewicht von Zentnern zu rechnen wären, dann würde der Fußboden einsturzgefährdet sein, auf dem sich die Herren Rockefeller, Agnelli, Ford, Rothschild, Heinz, kleinere Millionäre wie Wolff von Amerongen, Herren der Banken, Minister, Präsidenten und sonstige Koryphäen bewegten, die etwas zu sagen haben, dank ihrer Stellung oder ihres Gehirns."

Auch die deutsche Teilnehmerliste zeigt, dass das, was dort beredet wird, vom öffentlichen Interesse sein sollte: Hermann Josef Abs, Josef Ackermann, Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, Helmuth Kohl, Hilmar Kopper (Deutsche Bank-Aufsichtsrat), Volker Rühe, Rudolf Scharping, Axel Springer, Christoph Bertram, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Jürgen Schrempp, Friedbert Pflüger, Matthias Wissmann, Mathias Döpfner, Klaus Kleinfeld, Hubert Burda, Klaus Zumwinkel, Matthias Nass, Eckehard Schulz, Egon Bahr, Walter Scheel, Otto Schily etc. (Foto: Von der kanadischen Polizei abgesperrter Tagungsort der Bilderberg-Konferenz 2006 im „Brookstreet Hotel”, Ottawa)
Manchmal dringt ja schon bei so einem großen Kreis (etwa 500 Personen bis jetzt) etwas durch, z.B. die Verachtung der Bilderberger für alle, die nicht der Elite angehören. Mit der "systemischen Methodik" wird der Globus in verschiedene Bereiche aufgeteilt und dann dort ihre Frontmänner an die Spitze der jeweiligen Institution gesetzt, die den entsprechenden Teil der Welt regieren. Aber gut, dies versuchen auch alle Geheimbünde wie die Rosenkreuzer, Freimaurer, der Illuminatenorden oder Skull and Bones, in dem die Bush-Familie aktiv ist und auch manche Rockefellers. Nur, dafür braucht es keinen extra Geheimbund, das will auch jede schlagende Verbindung, jeder Golf- oder Industrieclub.

„Durch diese Methode war die Bilderberg-Gruppe in der Lage die Nationen Europas, unter dem Schleier von Handelsverträgen, in der EU zu vereinigen. Derselbe Prozess wird nun auf Kanada, die USA und Mexico angewandt, welche in der Nordamerikanischen Union (NAU) konglomeriert werden sollen, allerdings nicht ohne den Widerstand der amerikanischen Bevölkerung.“ (Estulin nach dem Film Endgame von Alex Jones. Dieser Film ist als Verschwörungstheorie mit Vorsicht zu genießen, aber in diesem Punkt wird er ja von Henry Kissinger bestätigt.)
http://infokrieg.tv/endgame_261007.html

Die Aussage Henry Kissingers 1993 bei einem Treffen im Haus der Weltkulturen in Berlin zeigt auch, wie viel Einfluss die Bilderberger Geheimniskrämer letztlich haben: "Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten." Und Deutschlandradio Berlin kommt zu dem Schluss „Eine der exklusivsten Runden, die großen Einfluss auf die Strategien der westlichen Allianz hatte, ist die Bilderberger Konferenz mit prominenten Diplomaten, Ökonomen und Politikern“.
http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/266508/
l
Dass nun die Herrschaften ihrem Ziel der Weltregierung näher gekommen sind, zeigt die Aussage von David Rockefeller vor der UN am 14., Sept. 1994.: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen.”
http://de.wikipedia.org/wiki/David_Rockefeller

Die Verschwörungstheoretiker rechnen genau an dieser Stelle damit, dass diese Krise bewusst von der Elite herbeigeführt wurde. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich. Natürlich haben die Kapitalisten die Krise nicht gewollt herbeigeführt, sie wird auch ihnen Aberbillionen kosten und viele Elefanten werden dabei zugrunde gehen. „The Big Three“ sind ja jetzt schon am Wackeln. Die Krise ist das Ergebnis der kapitalistischen Akkumulation, er muss sich zwangsweise stetig erweitern und nun gibt es nichts mehr zu erweitern und genau in diesem Moment verliert auch die herrschende Währung das Vertrauen der Welt in ihre Schutz- und Antriebskraft, jede weitere Profitproduktion wird unmöglich.

Von nun an gilt es, Löhne (1-€uro-Job) und Preise international festzusetzen. Dazu bedarf es einer totalitäen Weltregierung, das ließe sich nicht demokratisch installieren. Das werden die Pläne der Bourgeoise sein und nur dazu bedarf es Geheimbünde wie die Bilderberger. Es braucht für die 1-€uro-Jobber nur noch ein Minimum, z.B.10-Bett-Zimmer wie für die Wanderarbeiter in Rotchina oder Sonden für das Mittagessen, da können die Leute weiterarbeiten und der Abteilungsleiter bräuchte nur auf den „Mahlzeit“-Knopf zu drücken und schon sind alle rundum satt. Die Betriebsmeister und Ingenieure bekommen noch fast wie heute eine gute Versorgung. Es braucht im Wesentlichen nur noch für die Bosse produziert werden und da aber auch reichlich. Nun braucht man dafür aber nicht 6,5 Milliarden Menschen, da langen auch drei oder zwei. Na gut, dafür hat man auch schon einen Plan gezimmert, nennt aber einfach andere Gründe, damit es nicht gar so schockt:



Der Spiegel legt uns eine Karte von Internationaler Albert vor, nach der 2,7 Milliarden Menschen auf der Südhalbkugel plus Russland sterben sollen wegen Klimawandels und bewaffneter Konflikte, so so. Warum machen die Klimatoten genau vor Griechenland halt und gehen in Serbien weiter? Die bewaffneten Konflikte finden genau in den Ländern statt, wo die Alliierten Krieg führen oder noch führen will, Krieg führen lässt oder Unruhe stiftet. Und was ist eigentlich der Internationaler Albert? Na ja, egal eigentlich, was de Bourgeoisie jetzt vorhat, es kann nur Mist sein. Ob nun der Weltkrieg wegen der amerikanischen Seidenstraßenstrategie oder der Weltdiktatur geführt wird, kommt auf das gleiche raus, denn in beiden Fällen würde die Erde 35mal zerstört werden.

Jede Putzfrau, jeder Fensterputzer kann besser wirtschaften wie die Elite. Wenn die Vera abends kocht, fragt sie erst, für wie viel, und wenn der Gerd dann grillt, fragt er erst, wer will alles Schnitzel. So einfach ist das. Die „Elite“ aber röstet erst 20 Schnitzel, macht dann Werbung dafür im Fernsehen und bevor sie auf ihnen Schnitzeln sitzen bleibt, zetteln die „Gehirne“ einen Krieg mit ihren Konkurrenten an. Die Produktionsweise ist in den Überflusszeiten vollkommen abnormal, aber die Kapitalisten können nicht anders, nur mit totaler Zerstörung. Also, Eliten, geht jetzt einmal beiseite und lasst die Vera und den Gerd ran, die können es besser.

Norbert Nelte
www.marktende.de

Home

Besucherzähler Php Script