Die Starrheit vor Darwin wird erst nach der Revolution für den Commune-Staat überwunden werden.

Norbert Nelte -30.816 - Theorie

1. Engels über die Wissenschaft vor Charles Darwin

Friedrich Engels stellt in seinem Buch über die Dialektik der Natur fest, dass die Wissenschaft in der Periode von der Renaissance bis Darwin sich zwar von dem katholischen Irrlehrendiktat emanzipiert hat, aber trotzdem starr blieb.

„Was diese Periode aber besonders charakterisiert, ist die Herausarbeitung einer eigentümlichen Gesamtanschauung, deren Mittelpunkt die Ansicht von der absoluten Unveränderlichkeit der Natur bildet. Wie auch immer die Natur selbst zustande gekommen sein mochte: einmal vorhanden, blieb sie, wie sie war, solange sie bestand.“

Mit dieser Periode sind besonders die großen Wissenschaftler  1473 Nikolaus Kopernikus (Domherr, Astronom) und 1548 Giordano Bruno (Astronom) gemeint. „Von da an datiert die Emanzipation der Naturforschung von der Theologie“ä schreibt Engels.

Giordano Bruno musste dafür noch in Rom im Feuer braten, aber weiter reichte die Macht des Papstes dann doch nicht mehr, besonders nach dem Westfälischen Frieden 1648.

Es folgen dann 1571 Johanness Kepler (Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Optiker und evangelischer Theologe)  1596 René Descartes

2https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes (Mathematiker, Philosoph), 1616 John Neper (Mathematiker, Naturgelehrter), 1643 Isaac Newton, (Naturforscher), 1646 Gottfried Wilhelm Leibniz (Philosoph und Mathematiker) und nicht der letzte 1707 Carl von Linné, https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9 (schwedischer Naturforscher).

Kopernikus war Domherr, Johannes Keppler ev. Theologe, da mussten sie an die unveränderliche einmal von Gott geschaffene Welt doch glauben. Die anderen Kandidaten haben auch die starre Welt mit der Muttermilch eingesogen.

2. Engels über Darwin

1858 schließlich wurde durch Charles Darwin (1809-1882) mit seinem Hauptwerk  „Über die Entstehung der Arten“ die Welt ordentlich durcheinander gerüttelt.

Engels schreibt noch in der Einleitung: „Alles Starre war aufgelöst, alles Fixierte verflüchtigt, alles für ewig gehaltene Besondere vergänglich geworden, die ganze Natur als in ewigem Fluss und Kreislauf sich bewegend nachgewiesen.“

Darwin hatte ja nicht nur in der Evolutionstheorie gesagt, dass die die phylogenetische  Entwicklung aller Organismen und ihre Aufspaltung in verschiedene Arten durch Variation und natürliche Selektion sich entwickeln und die Entwicklung weiter gehen wird, sondern auch in der Geologie und der Pflanzenkunde stellte er fest, dass alles sich entwickelt hat und die Entwicklung weiter gehen wird.

Schon Engels sieht,  dass es zu seiner Zeit noch viele gab, die von der Evolutionstheorie noch nie etwas gehört. Aber auch noch heute, 170 Jahre danach, trifft man selten auf Menschen, die das richtig in der Schule gelernt haben. Du musst schon Glück gehabt haben und in der Oberstufe einen linken Lehrer gehabt haben.

Zu meiner Schulzeit in den 50er Jahren bis 1962 gab es das überhaupt noch nicht, Erdogan hat die Evolutionstheorie aus dem Schulplan gestrichen und in den USA war es auch schon immer Zufall, wenn man das an der Schule gelernt.

3. Zufall und Notwendigkeit

2009 stand bei Wikipedia unter dm Begriff Mutation die richtige Erklärung: Bei einer erfolgreichen, angepassten Mutation (Survival of Fittest) gibt es 999 nicht -erfolgreiche Mutationen, die wieder aussterben und 10 Mal das Wort Zufall. Dabei ist die Formel „Zufall und Notwendigkeit“ heute der Schlüsselbegriff in der modernen Evolutionswissenschaft. (Jaques Monod: Zufall und Notwendigkeit als pdf)

In den Hunderten von Millionen Jahren der Evolutionsentwicklung können dann mit dem Zufall Superergebnisse erfolgen.

Diese Seite haben wahrscheinlich noch die neutralen Biologiestudenten oder Dozenten selber eingestellt.

Sicher hat Charles Darwin das Wort Zufall nie gebraucht, weil seine Frau streng religiös war, aber er hat es mit den Arten und Variationen richtig beschrieben.

Jedenfalls lief 2009 bei Wikipedia eine große Spendenkampagne und plötzlich war die schöne Seite über die Mutation weg und die Spendenkampagne auch.

Seitdem ist Wikipedia wie alle Enzyklopädien religions- und amerikafreundlich. Sonst aber kann man sich da gut informieren. Wikipedia hat 350 Millionen Seiten, also, das sind 35.000  Bände á 1.000 Seiten, das sind 350 Bände in Deutsch, da kann man den 4bändigen Brockhaus wohl vergessen.

Bei Youtube gibt es bei der Evolution noch einige Erklärungen mit dem Zufall. Am Besten erforscht man die Zufälligkeit bei den Bakterien, denn dort verändern sich die Arten jedes Jahr oder bei Eintagsfliegen, denn hier kommen unzählbare Variationen ganz schnell vor.

Bei der Quantentheorie im Weltall können wir auch von Zufall sprechen: „Im Rahmen der Kopenhagener Deutung [Von Nils Bohr und Werner Heisenberg] der Quantenmechanik spricht man daher von einem objektiven Zufall(Wikipedia)

4. Kapitalismus und Zufall, geht das

Also den Schöpfer brauchen wir nicht mehr bei der Schöpfung  des Lebens und im Weltall auch nicht mehr.

Aber nun kann der Kapitalismus überhaupt nicht mit dem Zufall leben, Kapitalismus und Darwin widersprechen sich diametral.

Erstens haben die Klassengesellschaften von ihren theologischen Propagandisten deshalb eine Märchenfigur bekommen, damit alle glauben, sie seien nicht das Produkt des Zufalls, sondern eine Kreation dieses Märchengeistes, deshalb hätte dieser auch alle Rechte über sein Produkt.

Zweitens sollten die Propagandisten sich eine mitreißende Geschichte ausdenken, dass die Menschen nicht denken, sie müssten so viel arbeiten für den Fürsten oder den König.

4a. Der Mensch wird sesshaft


Vor 15.000 Jahren als Jäger und Sammler brauchte der Mensch durchschnittlich aufgrund seiner guten Jagdwaffen nur 2 Std. arbeiten. Die Frau war das Großfamilienoberhaupt und alle Familienangelegenheiten wurden basisdemokratisch von allen entschieden.


Friedich Engels schreibt in „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“, Kapitel 2 Die Familie

„Und es ist eine wunderbare Verfassung in all ihrer Kindlichkeit und Einfachheit, diese Gentilverfassung! Ohne Soldaten, Gendarmen und Polizisten, ohne Adel, Könige, Statthalter, Präfekten oder Richter, ohne Gefängnisse, ohne Prozesse geht alles seinen geregelten Gang. Allen Zank und Streit entscheidet die Gesamtheit derer, die es angeht, die Gens oder der Stamm, oder die einzelnen Gentes unter sich … die Haushaltung ist einer Reihe von Familien gemein und kommunistisch, der Boden ist Stammesbesitz


Der Mensch war so erfolgreich, dass die Tiere für die vielen Menschen nicht mehr langten. Deshalb baute er nebenher im Gartenanbau noch Getreide an. Mit der Zeit musste er auf einen großen Acker übergehen, aber immer noch der ganze Clan gemeinsam. Er arbeitete dabei aber  noch kaum mehr. Er steigerte dann mit einem leichten Ritzpflug und einem besseren Steinmesser den Ertrag, dass et bereits im Austausch mit den Nachbarclans Tauschhandel betreiben konnte.

Der gewählte Häuptling – die Männer waren für die Außenpolitik zuständig – betrieb für den Clan den Tausch. Er tauschte das Getreide ein z.B. gegen Kühe oder Schweine. Solange die Menschen nur im Clan oder mit befreundeten Clans tauschten wurden die Warenwerte nicht verglichen und aufgerechnet, sondern dass Maß war die Frage, ob das Geschäft die Beziehungen untereinander verbessert?

Die Ethnologin Jean Liedloff berichtet von einem Aufenthalt bei den brasilianischen Yequana Indianern: Ich hatte soeben  einen Glasschmuck gegen sieben Zuckerrohre eingetauscht und war auch dabei, eine Lektion über die Handelsmethoden eines Volkes in mich aufzunehmen, dem gute Beziehungen untereinander wichtiger sind als ihre Geschäfte“

Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit

4b. Der Adel der Klassengesellschaft will hohe Steuern und produziert damit das Patriarchat.

Sobald aber der Tausch mit weiter entfernt liegenden Stämmen stattfand, empfanden die Menschen die Ernte als Arbeit und maßen bei den Produkten die Arbeit und bei dem Tausch wurden die Waren aufgerechnet. Der Warenwert ist entstanden. Der Häuptling wollte von dem Warenwert mehr abhaben und handelte dann nicht mehr für den Stamm, sondern im eigenen Namen. Der Beruf des Händlers entstand.

Er musste jetzt auch die Schutztruppe, die ihn immer begleitet hatte, selber bezahlen. Er nannte sich um erst in einen Fürsten, aber als er den Handel auch für andere Stämme übernahm, nannte er sich König. Jetzt waren die Propangandisten gefragt. Der Dorfphilosoph und der Geschichtenerzähler vom Dorfplatz eigneten sich hervorragend dafür,

Erst einmal schufen sie einen zornigen Geist und nannten ihn Gott, vor dem der ganze Clan einen gehörigen Schreck bekam. „In der kognitiven Religionswissenschaft wer den Götter zu den übernatürlichen Akteuren gezählt. Als Akteur wird in der Philosophie und Psychologie ein Wesen mit geistigen Fähigkeiten bezeichnet, dem bewusste Ansichten und Wünsche zugesprochen werden“ (Wiki)

Der Dorfphilosoph nannte sich jetzt Bischoff und der Geschichtenerzähler hieß jetzt Prophet. Der Prophet erzählte, dass Gott den König ausgewählt hätte und wenn alle das glauben, wird Gott auch gnädig und sie bräuchten auch nicht mehr ihren ältesten Sohn opfern
.

Da die Mensche jetzt viele Abgaben an den König für seine Polizei, den Bischoff, den Propheten, der Königsburg, dem Baumeister und die Bauleuten, der Kanalisation, den Wasseringenieuren, dem Tempel, der Stadtmauer, den Architekten, den Stadtastronom und den Mathematiker jetzt bezahlen müssen, mussten sie nun 10 Stunden arbeiten. Das war nun vor 7.000 Jahren.

Die Männer, die die schwere Ackerarbeit ja machen mussten verlangten daher, den Clanacker aufzuteilen, zu privatisieren und das nun der älteste Sohn Haus, Hof und Acker erbt, da er die schwere Arbeit weiter machen müsste.

Im Mutterrecht, schreibt Engels: waren seine eignen Kinder aber enterbt.“ Die älteste Tochter der Mutter erbte. Das ist heute´bei den Mosuo in China noch so.

„In dem Verhältnis also, wie die Reichtümer sich mehrten, gaben sie einerseits dem Mann eine wichtigere Stellung in der Familie als der Frau und erzeugten andrerseits den Antrieb, diese verstärkte Stellung zu benutzen, um die hergebrachte Erbfolge zugunsten der Kinder umzustoßen. Dies ging aber nicht, solange die Abstammung nach Mutterrecht galt. Diese also musste umgestoßen werden, und sie wurde umgestoßen. Es war dies gar nicht so schwer, wie es uns heute erscheint. Denn diese Revolution - eine der einschneidendsten, die die Menschen erlebt haben - brauchte nicht ein einziges der lebenden Mitglieder einer Gens zu berühren. Alle ihre Angehörigen konnten nach wie vor bleiben, was sie gewesen. Der einfache Beschluss genügte, dass in Zukunft die Nachkommen der männlichen Genossen in der Gens bleiben, die der weiblichen aber ausgeschlossen sein sollten, indem sie in die Gens ihres Vaters übergingen. Damit war die Abstammungsrechnung in weiblicher Linie und das mütterliche Erbrecht umgestoßen, männliche Abstammungslinie und väterliches Erbrecht eingesetzt.„ Friedrich Engels – „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ S. 60, Kapitel: Die Familie
.
Mit dem Adel und den Klassenherrschaften entstand vor 7.000 Jahren auch das Patriarchat. Die Propagandisten ließen sich eine geniale Geschichte einfallen, wo sie einmal die Frau zur ewigen Sünderin machten, dass sie nie mehr dieses basisdemokratische matrilineare Familiensystem einführen und zum zweiten, wo sie alle Menschen zu bösen Ursündern macht und deshalb Gott, nicht der König, also der eigentlich milde Gott verlangt, dass sie 10 Stunden arbeiten müssen.

Da kämen sie ja noch gut bei weg, eigentlich müssten sie in der Hölle schmoren, meint der Bischoff  und der Prophet gemeinsam, da hätten sie noch einmal mords Glück, dass unser Gott so gnädig ist, Quetzalcoatl hätte 100 Jungfrauen und 100 Jungmänner verspeist, mmmh.

4c. Gott als oberster Herrscher diffamiert die Frauen.

Ich spreche von Adam und Eva. Im Garten Eden (altarabisch: unbebautes Land/Wildnis) stand ein Apfelbaum. Die Frucht symbolisiert die Fruchtbarkeit oder schlecht, übel, der Baum die Erkenntnis von Gut und Böse. Der Gott verbot Adam und Eva, davon zu essen. Die Schlange (der Teufel) aber überredet Eva und diese den Adam doch einen Apfel.

„Als Folge der Rebellion beschreibt die Bibel, dass Adam und Eva ihre Nacktheit erkennen, woraufhin sie sich Kleidung aus Feigenblättern anfertigen. Vor Gott versuchen sie sich zu verstecken. Zum ersten Mal ist etwas im Paradies vorhanden, was vorher nicht bekannt war: die Verletzung des Schamgefühls. Gott stellt sie zur Rede, woraufhin Adam die Schuld Eva zuschreibt und Eva der Schlange. Beide werden aus dem Garten Eden vertrieben. Eva muss fortan Kinder unter Schmerzen gebären, Adam wird der harte und mühselige Ackerbau auferlegt. Die klassischen Worte aus Genesis 3,19 Eul:“ (Wikipedia)

Weil sie den Apfel gegessen hätten, sollen deshalb 300 Generationen immer noch die Menschen bis zum Umfallen schaffen. So ein Quatsch, gequirlte Scheiße, aber es funktionert. Auch bei den Menschen, die nicht mehr an die Geschichte vom orientalischen Märchenonkel glauben.

Der kapitalistische Staat aber braucht die Kirche als moralischen Wegweiser im Überbau, obwohl die Wissenschaft heute eindeutig die Evolutionstheorie als bewiesen ansieht. Der Staat zahlt nach wie vor den Bischöfen 5.000 Euro bei der Rente dazu und bei Kindergärten, Krankenhäusern, Altersheimen usw. gibt es Subventionen. Auf dem Staatstfernsehsender Phoenix werden die Kirchentage und Gottesdienste übertragen und wichtige Reden bekannter Kirchenpersonen

Der Staat hat zwar noch den Fußball, die Sportspiele und den Nationalismus, mit denen er ablenken kann. Aber die sozialen Normen oder Handlungsanleitungen bzw. den Kategorischen Imperativ setzten immer noch die Kirchen. Da halten sich auch die Nichtgläubigen dran. Viele Nichtgläubige oder Gleichgültige sind deshalb auch noch nicht aus der Kirche ausgetreten. Aber sie sagen auch, „wir wissen es nicht und man wolle sich das offen halten, dass man in den Himmel kommt, wenn es ihn gibt“

Die Kirchenaustritte geschahen aber 2017 zur Hälfte, 45,6% nur wegen der hohen Kirchensteuer, 31,5% wegen der Amtsträger und nur 17,6%, weil sie nicht mehr an Gott glauben. Befragt wurden 47.291 Personen. Die nicht mehr an Gott glaubenden ist aber leicht steigend; 2015: 16,7% 2016: 16,9% und 2017 eben 17,4%.

Zu der Zeit von Friedrich Engels gab es innerhalb der Intelligenz eine breite aktive Bewegung, die dem Darwinismus anhingen. Der Zoologe und Freidenker Ernst Haeckel (1834-1919) gründete 1906 den Deutscher Monistenbund mit immerhin 6.000 Mitgliedern, darunter auch viele Bekannte. Heute gibt es keine Bewegung mehr für Charles Darwin.

Die meisten Menschen kennen heute Darwin nur von der Interpretation der Nationalsozialisten her (Die stärkste Rasse überlebt) und lehnen ihn deshalb Zurecht ab. Sie wissen auch nicht, dass die Biologie gar nicht mehr von Rassen spricht, sondern nur von Ethnien.

Der Staat und seine Lehrer werden einen Teufel tun, an dem Unwissen etwas zu ändern.

Die normalen Menschen denken, das alles seit der Schöpfung schon immer so wie jetzt gewesen war und das, denkt der Staat, ist gut so und so soll so bleiben. Wenn jetzt der Staat den Menschen ein historisches Bewusstsein geben würde und sie erfahren, dass es gar nicht stimmt mit dem Geistergeschichtchen und der Himm4lfahrt, sondern alles permanent in Bewegung ist und man deshalb gar keine feststehenden sozialen Normen setzen kann, dann wüssten sie ja gar nicht mehr, warum sie der Elite Treue halten sollen. Der Staat mitsamt dem Geldadel wäre dann im Nu weg.

Norber Nelte

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