Köln rockt die Nazis wieder in ihre Löcher zurück.
Köln bleibt links und bunt!

Norbert Nelte - 13.10.2008 - Rassismus

40.000 Linke schätzt die Polizei bei dem Nazihetzerkongress gegen Moschees  und Moslems sowie 10.000 Rechte. Wir Linke tendierten eher zu 10.000 Linke mit bundesdeutscher Mobilisierung und 2.000 Rechte mit europäischer Mobilisierung, die Grünen schätzten das nur so hoch, damit sie selber genug Kräfte zugeteilt bekommen, um die Gewalthoheit zu behalten. Die Welt titelt gar „Köln droht eine Schlacht der Radikalen“ nach dem alten Rechts/Links-Schema.

Nun wird aber viel mehr und umfangreicheres geschehen, wie ursprünglich geplant, dass wir den Nazis doch anraten können, besser gleich zu Hause in ihren Löchern zu bleiben, wenn sie sich nicht blamieren wollen, wir werden sie auch ohne Schlacht in die Knie zwingen.

Die Nazis wollen um 12 Uhr ihren Hass-Kongress abhalten.

Eine Gasse weiter am Gürzenichplatz um 9 Uhr treffen sich die konsequenten Antifachisten, versuchen schon die Nazis am Hinweg in den engen Gassen zu blockieren und was sich so sonst ergibt.
Drei Gassen weiter auch um 9 beginnt am Dom beginnt der DGB die Kultur mit Tommy Engl-Band und Pachl, 10 Uhr kundgebung u.a. mit OB Schramma und um 11 Uhr kommen sie auch zum Gürzenich noch mal mit Kundgebung und Menschenkette u.a mit Volker Beck und dem Betriebsrat von Ford.
Das Highlight kommt dann aber

„Mit "Beschallung" des Nazikongresses" BAP, Brings, Höhner und Klee beschallen den Heumarkt Köln: Mit neuem "Arsch huh"-Konzert gegen Rassismus

Knapp 16 Jahre nach dem Konzert gegen Rassismus und Neonazis, zu dem sich 100.000 Menschen auf und rund um den Chlodwigplatz versammelt hatten, werden am kommenden Samstag (20.9.) zahlreiche Künstler von damals erneut ihre Stimme gegen Rechts erheben.

Die "Kölnische Rundschau" berichtet Details: Am Hardrock-Café, Ecke Unter Goldschmied / Gürzenichstraße, werden ab 11.30 Uhr Zeltinger, Köster & Hocker, BAP, Brings und die Höhner auftreten. Neu in der „Arsch huh“-Gemeinde ist die Kölner Popgruppe Klee. „Die Bühne wird in Richtung Heumarkt ausgerichtet sein, so dass die dortigen Gestalten von uns richtig beschallt werden“, kündigt Karl-Heinz Pütz an, Sprecher der „Arsch huh AG“ an. Die Künstlerinitiative war vom „Köln-stellt-sich-quer-Bündnis“ gebeten worden, während der Gegenkundgebungen für das Kulturprogramm zu sorgen.

Bevor auf dem Roncalliplatz ab 10 Uhr unter anderem Oberbürgermeister Fritz Schramma eine Rede halten wird, spielen dort Tommy Engel und Band. Wie Pütz berichtet, kommt es während des Auftritts zu einer Reunion der früheren Band L.S.E.: Tommy Engel, Arno Steffen und Rolf Lammers. Zudem werden Renate Otta, Elke Schlimbach und Ruth Schiffer auftreten.

„Die Stadt ist in Bewegung“, sagt Wolfgang Niedecken. Der BAP-Sänger hat den Eindruck, dass etliche Kölner Bürger „den Hintern hoch bekommen. Niedecken glaubt, dass „pro Köln“ nicht mit so viel Gegenwind gerechnet hat: „Bei der Wahl haben sie viele Bürger mit ihrem Namen in die Falle gelockt. Auf Heimatliebe reagiert der Kölner ja sehr sensibel. Aber mit diesem Kongress haben sie einen Fehler gemacht. Diese rechtsextremen Biedermänner sind vom Volke als Wölfe im Schafspelz enttarnt worden.“

Einen Tag vorher, am 19. wollen die Nazis eine Besichtigungstour durch Köln machen, aber überall werden diese Gestalten auch heiß empfangen. Um 9 Uhr an der alten Moschee an der Venloer/Ecke Innere Kanalstr. Solidarität mit den moslemischen Kollegen. Protest gegen die geplante Stadtrundfahrt der Kongressteilnehmer. Der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister ruft ab 12 Uhr zur Mahnwache auch vor der Ditib-Moschee an der Inneren Kanalstraße auf.

„Jetzt gilts - Arsch huh !
Keine Räume für Pro Köln Rassisten in Nippes
Kommt alle zum Bezirksrathaus, Neusser Str. 450
Freitag 19.09. 2008, 9.00 Uhr
Öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung, statt Pro Köln Pressekonferenz

Norbert Nelte

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