Wo kommen wir her – wo gehen wir hin? 2

Der Homo Sapiens bis zu den Klassengesellschaften

Norbert Nelte - 18.05.2016 - Philosophie

Kurz bevor der letzte Neandertaler als eigenständige Art in Portugal seinen letzten Atemzug getan hatte, schuf der moderne Mensch bei Ulm das erste Kleinkunstwerk Deutschlands, das bis heute gefunden wurde, den Löwenmenschen, etwa von vor 32.000 – 35,000 Jahren.

Der Mensch hat durch die gute Ernährung und Jagdtechnik jetzt auch Zeit und Muße, sich mit der Kunst zu beschäftigen. Er schnitzt auch mit einem hohen Abstraktionsvermögen die Geister, die er mit viel Phantasie schuf. Vielleicht war der Löwenmensch ein Kultobjekt vom Clanaltar, der viele Tiere für die Jagd schicken sollte.

Die Menschen sangen, trugen Schmuck oder bemalten sich gegenseitig. Damit konnten sie auch ihre Stammeszugehörigkeit dokumentieren, so, wie wir heute das mit den Fahnen machen.

 

 

 


Die Höhlenmalerei von El Castillo bei Santander, Bilbao ist noch älter, von vor 40.000 Jahren. Viele vermuten auch, dass da sogar noch die Neandertaler ihren Handabdruck hinterlassen haben, da der moderne Mensch frühestens vor 41.000 an der portugiesischen Atlantikküste angekommen sein konnte.


 

 


Vor 30.000 haben die Menschen ihre Meisterschaft in der Kunst schon erreicht. Denk dann, die waren noch nicht ausgebildet. Der Mensch kann von seiner Natur aus so malen, aber bei und wird er nur verbogen, dass er alles verlernt. Dazu gehe ich noch zum dem Ende der Barbarei noch darauf ein und Du wirst sehen, jeder ist eigentlich zu einem Bach, Einstein oder zu einem Ingenieur geboren. Die Erziehung und die Schule treiben allen das wieder aus.

Das Bild erreicht doch schon die Stärke in der Komposition Franz Marc mit dem „Turm der blauen Pferden“.

 

 



Hallo Aufgewacht, wir schreiben erst das Jahr 28.000 vor unserer Zeitrechnung. Hier auch noch einmal ein gewaltiger Stier aus Chavet schmückt 30.000 Jahre danach eine Briefmarke für Eins fünfzig. Oje, wenn das der Künstler gewusst hätte, der Pinsel wäre ihm aus der Hand gefallen. Für Eins fünfzig, der hätte Dir den Vogel gezeigt, „Wohl Plem, Plem. Reif für die Klapse, eins fünfzig“.




Nun kommen wir schon zur Krönung der Höhlemnmalerei, Lascaux. Es ist schon gewaltig, wozu der ungebildete Mensch eigentlich früher fähig war. Da ist es nicht verwunderlich, dass er schon vor 5.000 Jahren Stonehenge erbaute, den Umfang der Erde errechnen konnte und die Plejaden auf die Himmelsscheibe von Nebra audzutagen wusste.

Der Herr Däniken liegt absolut falsch. Immer wenn er glaubte, dazu waren die Fühmenschen nicht fähig, dichtete er ihnen die Ufos an.



Seit 100.000 legt man die Verstorbenen in Gräber. In Palästina wurden auch Gräber gefunden von Neandertalern und Homo Sapiens nebeneinander. Der Mensch beschäftigte sich mit dem Tode. Das heißt nicht unbedingt, dass er nach dem Tode an ein Weiterleben glaubte, vielleicht war das ja ein Ahnenkult, die Ahnen als Geist, eine besondere Ehre für den Dorf- oder Stammesgründer oder Familienoberhaupt.

Der Ahnenkult hat im Gegensatz zur heutigen Religion eine für alle wichtige Funktion. Die heutigen Religionen, die ja allesamt erst nach der neolithischen Revolution in den patriarchalischen Klassengesellschaften gegründet wurden, bilden den Überbau für die Herrschenden. Die Religionen sorgen dafür, dass die Mühsal im Alltag auch so bleibt und haben als Ausgleich für die Zermürbten das Paradies und die Gottesliebe ausgemalt.

Der Ahnenkult dagegen hat eine ganz praktische Funktion. Man erzählte sich gegenseitig die Erfahrungen der Ahnen oft über Jahrhunderte. Es gibt ja noch keine Schrift und Bücher. Um aber die gleichen Fehler nicht zu wiederholen, erzählt man sich die Erfahrungen der Alten. Und wenn die äußeren Bedingungen sich geändert haben, muss man eben auch diesen Brauch ändern. Also mit dem Ahnenkult ist ein Standard für die Erfahrungen geschaffen worden.

Nach vielen Generationen aber verblasste das Bild des Urahnen und dann konnte man ihn leicht in die Sonne verwandeln, und den Pharao als den Sohn der Sonne ausgeben.

Der Ahnenkult wurde oft mit den Religionen vermischt, z.B. Die christlichen Indianer huldigen ihre Totems, die auch ihre Vorfahren darstellen oder auf den Malediven haben die  moslemischen Familien noch die Schädel ihrer Ahnen z. T. auf dem Familienaltar stehen. Vermischung der Religion mit dem alten Kult kennen ja auch die Katholiken.

Als Kompromiss, dass den Goten die vielen Götter wie Thor, Donar oder Freya genommen wurden, gab es vom Papst die vielen Heiligen, gleich für jeden Beruf und für jedes Land. Das 3 Millionen Volk in Indonesien, die Minangkabau, heiraten erst nach dem matrilinearen Brauch aus der Bronzezeit und abends nach moslemischer Sitte.

Die protestantischen Isländer glauben heute noch an Trolle und Elfen. Da gibt es einen Trollbeauftragten in der Regierung mit der Aufgabe, zu prüfen, ob Straüen und Tunnels, die in Island gebaut werden, nicht durch die Wohnung eines Trolls verraufen. „Erla Stefánsdóttir…. ist die offizielle Elfenbeauftragte Islands und dafür zuständig, dass keine Straße durch Elfenterritorium gebaut wird.  „Es gibt sie tatsächlich, sie heißt Erla Stefánsdóttir.  https://de.wikipedia.org/wiki/Erla_Stef%C3%A1nsd%C3%B3ttir

Ihr Amt: Sie ist »Elfenbeauftragte« beim Bauamt in der Hauptstadt Reykjavík, aber sie fühlt sich auch für Trolle, Gnome und anderes Huldofólk zuständig – so nennen die Isländer die für den Normalsterblichen unsichtbaren Wesen. Frau Stefánsdóttir hat eine »Landkarte der verborgenen Welt« erstellt, und bei größeren Bauvorhaben wird sie um ihre Meinung gefragt. Sie hat auch einige Pläne schon per Veto verhindert oder verändert: Der Elfenhügelweg zwischen Reykjavík und Kópavogur macht einen Bogen um einen angeblich von Elfen bewohnten Hügel; man wollte die Ruhe der Fabelwesen nicht stören, die sich wohl von Bau- und Verkehrslärm belästigt fühlen. In der Stadt Grundarfjörður blieb zwischen zwei Häusern ein von Fantasiewesen bewohnter Fels stehen und bekam sogar die Hausnummer 84.“ (Die Zeit). In Island (Link 5) gibt es ja wieder eine 12.000 Köpfe zählende Gemeinde von Anhängern von Walhalla und Thor bei einer Einwohnerzahl von nur 3,2 Millionen, wohlgemerkt.

Bei allen sehen wir, wie uns die Jungsteinzeit noch beeinflusst, als ob sie nicht so lange her sei.

In Kwa-Zulu, Natal, in Südafrika gab es schon den Pfeilbogen als Jagdwerkzeug vor 64.000 Jahren, nach eigenen Angaben mit Steinspitzen. Hier ist der Bogen seit 35.000 Jahren  bekannt. Steinspitzen seit 22.000 – 18.000 Jahre, gestielte Spitzen aus Feuerstein. Aber Speer und Pfeilbogen waren im Wesentlichen  noch Waffen für die Jagd. Ein Krieg zwischen den Stämmen war noch nur die seltene Ausnahme, beispielsweise durch eine Wetterkatastrophe verursacht, dass es dadurch weniger Tiere gab.

Die ältesten Tonfiguren in Europa stammen von vor 24.000 Jahren. Man nimmt an, dass die erste Tonfigur ein Zufallsprodukt war, als man um ein Lagerfeuer saß.

Die ersten Keramikfunde fand man in China  von vor 20.000 Jahren, stammen aus der Höhle Xianrendong. Die erste Nutzung von Keramikgefäßen fand man in Japan von vor 15.000 Jahren. Nach der Einteilung von Marx befinden wir uns in der Unterstufe der Barbarei, also kurz vor den alles ins Gegenteil verkehrenden Klassengesellschaften.

Das Sammeln von Wildgetreidearten gab es in unserem Kulturkreis schon vor 20.000 Jahren in der Levante. Vor 11.000 Jahren wurde im fruchtbaren Halbmond in der Südtürkei im Feldbau Getreide angebaut. Der Mensch hatte sich so erfolgreich entwickelt, dass es in seinem Hauptsiedlungsgebiet, obwohl es dort die meisten Tiere gab, nicht mehr auslangte, sich allein von der Jagd zu ernähren, sie sind schon zu viele geworden. Bei der Jagd haben sie im Durchschnitt nur 2 Stunden gearbeitet. Sie selber hätten das aber nicht als Arbeit gesehen, den Begriff gab es noch gar nicht.

Der Clan oder die Gens gingen gemeinsam zur Jagd, sie lebten zusammen in einem Flecken von mehreren Langhäuser aus Holz. Sie beschlossen alles noch basisdemokratisch, noch galt das matrilineare Recht, es gab nur die zeitweise Paarungsbindung, manche blieben aber auch ihr Leben lang zusammen, wie noch jeder wollte.

Obwohl die Frau praktisch in der Familie das Oberhaupt ist, sind die Männer für die Politik zuständig und man wählt einen Mann als Häuptling, manchmal auch eine Frau (Südsee, Afrika, Südostasien). Diese/r Häuptttling/in sind aber nur für eine bestimmte Legislaturperiode gewählt. In Warda in Bulgarien fanden die Archäologen ein 5.000 Jahre altes Grab, in dem nur die Häuptlingssymbole wie Kette und Armreif gefunden wurden. Nach der Beendigung seiner Legislatur wird wieder neu gewählt, wobei der alte Häuptling ja wieder kandidieren konnte.

Inzwischen wurden die Flecken immer größer und aus Stein bzw. aus Backsteinen gebaut. In der Südtürkei ist das Dorf Catal Hüyük von 7000 v.u.Z, also 9000 Jahre alt, in dem mehrere Tausend Menschen wohnten. Noch gilt die friedliche basisdemokratische Matrilinearität. Die Einwohner denken natürlich noch nicht daran, dass sie von einer kriegerischen Armee überfallen werden könnten, da es noch kein wesentliches Mehrprodukt gab und bauten noch gar keine Stadtmauer. Gegen Überfälle einzelner Banden langt es, die Häuser nebeneinander ohne Straßen zu bauen, wie die Puebloindianer, die Anastasis.

Nun werden sie immer mehr Getreide angebaut haben, als sie selber verzehrten. Natürlich wollte man das in Waren umgetauscht haben, an denen es mangelte. Es wird meistens noch der Häuptling diese Waren mit den Nachbarstämmen oder weiter weg liegenden Stämmen gegen Feuersteine, Bernstein, Wolle, Gold oder Vieh noch für den ganzen Stamm getauscht haben.

Die einfache Tauschwirtschaft entstand. Der Mensch bekam einen Begriff von dem Wert seiner Arbeit. 1 Sack Mehl = 1 Unze Gold.

Man hatte für das Getreide vom Gartenbau ein extra Acker angelegt

„Frühformen des Pfluges wurden anscheinend gleichzeitig in verschiedenen Kulturen derJungsteinzeit erfunden (Harappa,Starcevo). Diese ersten Formen waren Ritzpflüge, die fachsprachlich als Ard oder Arl bezeichnet werden. Sie besaßen eine symmetrische Holzspitze, die später durch Eisenplatten verstärkt wurde. Da er bei einem einmaligen Arbeitsvorgang die oberste Bodenschicht nur leicht aufritzte, ging man dazu über, den Acker in zwei Richtungen zu pflügen. Diese Art des Kreuzpflügens wurde seit derJungsteinzeit ausgeführt und hat sich stellenweise, vor allem imMittelmeerraum, bis in die Neuzeit gehalten.“ (Wikipedia, Pflug)

Vor 10.000 Jahren aber hat man in Jordanien auch das Kupfer gefunden. Anfangs mag man sich damit angemalt haben, aber bald hat man herausgefunden, auch vielleicht ein Zufallsfund am Lagerfeuer, dass der Kupfer sich schmelzen und härten lasse.

Ab 5000 v.u.Z. wird die Zeit auch Kupferzeit genannt. In Jordanien gab es auch eine Abbaustätte mit 100 Arbeitern. Bald wurde das Kupfer mit Blei und Zinn zu Bronze verarbeitet. Auf Grund dieses gewaltigen Mehrproduktes hieß die Zeit dann Bronzezeit. Danach wurde in Mesopotamien das Eisen produziert, zwischen 3000 v.u.Z. und 2700 vor. Wir treten in die Eisenzeit, die in die reinen Klassengesellschaften führt mit einer Sklavenhaklterklasse.

Der Aussaat und die Ernte werden gewaltig rationalisiert, da man immer mehr Zeit dafür aufbringen musste. Für die Auflockerung der Erde entwickelt man einen schweren Pflug, den praktisch nur die Männer bedienen können. Für die Ernte hat man erst ein Messer, dann die Sichel und später die Sense, die auch starke Männer benötigt. Man muss schon bald 10 Stunden am Tag dafür arbeiten und außerdem kennt man jetzt den Wert der Arbeit, dann kommt es bald zur Forderung der Privatisierung der Äcker von den Männern.

Die Männer wollten natürlich den kostbaren Acker ihren Söhnen vererben, weil die Töchter ja gar keinen Pflug ziehen können. Also ist das Erbrecht auf die Söhne übergegangen, die patrilineare Gesellschaft entstand. Ganz einfach war das, das hat die ganze Welt auf den Kopf gestellt, denn mit dem Patriarchat ist auch der Adel entstanden, das ganze Parasitentum. Der Pflug und die Privatisierung führten die Menschheit in die Knechtschaft.

Die Frauen wollten dann natürlich von dem Ertrag etwas abhaben und baten die Männer, sie zu heiraten, also eine vertraglich abgesicherte feste Bindung mit ihnen einzugehen. Okay, sagten die Männer oder besser tamam, dann müsst ihr aber erst vorher ein Jahr lang als Tempelhure dienen. Diese Vorrichtung wird von vielen Kulturen berichtet, aus Ägypten, Griechenland, Karthago usw. Wenn die Männer dann zur Tempelhure gingen, konnten sie dann direkt mit ihrem Gott Kontakt aufnehmen.

Wenn es immer noch alte Häuptlinge gab, die sich noch nicht in Fürsten verwandelt haben, dann wollten sie spätestens jetzt auch ihren Privatanteil an dem Handel und erklärten sich zu Fürsten. Die Schutzmannschaft bei dem Fernhandel wurde zur Leibgarde des Fürsten. Der Koordinator der Schutztreppe wurde zum Ritter geschlagen und bekam besondere Fehderechte über die Bauern.

Da man das Mehrprodukt von den Bauern abpressen konnte, war dieses Fürstentum natürlich auch für andere Fürsten, Könige oder Kaiser interessant. Ab nun wurde regelmäßig Krieg geführt. Bei den Griechen haben die Bauern im Sommer die Feldarbeit geleistet und mussten im Winter in den Krieg.

Damit die Menschen nicht merken, dass die Kriege wegen der Ausbeutungsmöglichkeiten geführt werden, wird ihnen eingetrichtert, dass die Kriege wegen der Aggressivität der Menschen geführt werden.

Dabei hatten die Menschen in den Stammesgesellschaften das bisschen Aggressivität, das sie vom Voraffen geerbt haben könnten, sich schon lange in den matrilinearen Gesellschaften abgewöhnt.

Es ist das gleiche, wie uns eingetrichtert wird, dass der Mensch von Natur aus gierig sei. Deshalb würde es immer Menschen geben, die andere  ausbeuten wollen, immer.

Dazu wurde von Wissenschaftlern ein aufklärendes Experiment durchgeführt.

Erst führte man einen Test mit zwei Dreijährigen durch.

Man stellte ihnen zwei Teller mit einer undurchsichtigen Käseglocke auf den Tisch.

Der Tester sagte, wenn er wieder draußen ist, könnten sie essen.

Auf dem einen Teller war ein Riesenberg Nudeln. Auf dem anderen Teller war nichts.

Die Dreijährigen teilten sich die Nudeln wie selbstverständlich. Das ist die Natur des Menschen, wie ich das auch bei den brasilianischen Urwaldindianern beschrieb.

Nun führten sie den gleichen Test durch mit zwei Achtjährigen. Der Bube mit dem Nudelteller baute sofort eine Verteidigungshaltung um den Teller auf.

Ich würde sagen, er hat in der Schule gut aufgepasst. Wir sind eine Leistungsgesellschaft und wenn man da etwas haben will, muss man erst Eins Fünfzig hinlegen. Das hatte er sehr gut in der Schule schon gelernt, mit 8 Jahren bist Du schon verbildet. Ja, wir sind jetzt gegen unsere Natur erzogen worden, so dass durch die ganzen Verkrümmungen die Magenschmerzen sich mit den Bandscheibenschaden abwechseln.

Als ich die Geschichte mit den Test oft erzählte, sagten mehrere Frauen  ja, das war bei ihren Kindern auch so, als sie klein waren.

Kriege halten wir für stinknormal und die meisten Menschen glauben, dass man die Betriebe nicht ohne Chefs führen könnte

Es ist müßig, darüber zu diskutieren, welche Erscheinung zuerst da war, das Patriarchat oder der Adel, da wir auf den Weg in die wirkliche Zivilisation ohne Elend und Kriege und mit wirkliicher Demokratie sowieso auf alle Fälle durch die mörderischen Klassengesellschaften hindurch müssen. Jede Ethnie auf jedem Planeten müsste da durch.

Vor 6.000 Jahren gab es in den frühen mesopotamischen Siedlungen noch eine mutterrechtliche Linie. Diese Kultur, in der alle noch gleichberechtigt lebten, war total friedlich, bis sie vor 6.000 Jahren von einem kriegerischen Volk aus Zentralasien angriffen wurden.

Nachdem das kriegerische Volk aus Zentralasien die matrilineare mesopotamische Gesellschaft überfallen hatte, verwandelte sich diese in 100 Jahren auch in ein patriarchalisches kriegerisches Volk mit einem König.

Nach der patriarchalischen „Revolution“ vor 7.000 Jahren in der Türkei gab es dort schon leider erfolglose Versuche von Frauen, das Frauenrecht wieder einzuführen. An der Mündung des Flusses Thermodon hielten die „Amazonen“ das Mutterecht auch noch lange aufrecht. In der Zeit vor 6 - 7.000 Jahren haben das Mutterrecht und das Patriarchat oft nebeneinander existiert.

Die matrilinearen Gesellschaften wurden einfach von den patriarchalischen Völker hinweggefegt.
In dem größten mutterrechtlichen Dorf Catal Hüyük lebten mehrere tausend Personen.

In Uruk aber lebten schon fünfzigtausend Menschen, mit einer 9 km langen Stadtmauer, die König Gilgamesch selber mitgebaut haben soll. Die basisdemokratischen Kulturen entwickelten sich auch, aber viel langsamer. Der König sammelte um sich die besten Fachleute, Architekten, Ingenieure, Ärzte, Mathematiker, Kanalisationsbauer und Astronomen.

Dabei wird viel für den Krieg geforscht. Daraus entstehen die meisten Entwicklungen. Der König macht Druck bei der Schnelligkeit, weil der Zeitfaktor ihm einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten verschaffen könnte.
Das heißt nicht, dass das immer so bliebe. Jetzt schon gibt es kaum Fortschritte bei den Entwicklungen. Im Gegenteil, Entwicklungen werden oft verhindert, bis zu Morddrohungen geht man da.

Wenn in einer freien Gesellschaft der Mensch sich frei entwickeln kann und es nicht mehr die stupide Eins Fünfzig Frage gibt, dann ist jeder Mensch ein Forscher und Entwickler. Die ungebildeten Menschen verweigern nur die Bildung, weil sie dabei gegen ihre Natur diese blöde Leistungsgesellschaft verinnerlichen sollen.

Nicht die Natur des Menschen gehört abgeschafft, sondern die Leistungsgesellschaft Kapitalismus, das ganze Geld.

Die Frau ist ab jetzt nur noch eine Sache und die Männer sind jetzt die Richter über ihre Frau und Kinder bis zur heutigen Zeit. Die Reichen werden immer Reicher und es besitzen schon 100 Familien soviel wie der Rest der Menschheit. Wir befinden uns schon im Dauerkrieg und der Endzeitkrieg wird ständig angedroht, tja der Weltherrscher hat einen militärisch industriellen Komplex.

Im 3. und letzten Teil von „Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?“, lesen wir, wie wir aus dem ganzen Schlamassel wieder rauskommen.

Norbert Nelte

Wo kommen wir her – wo gehen wir hin? 1

Wo kommen wir her - wo gehen wir hin? 3.1. Die Sklavenhaltergesellschaft

Wo kommen wir her - wo gehen wir hin? 3.2. Der Feudalismus

Wo kommen wir her - wo gehen wir hin? 3.3. Vom Kapitalismus zur Räterepublik

auch in diesem Zusammang sehr interessant:

Matrilineare Völker, Erbe der Jäger- und Sammlergesellschaft

 

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