Gehört der Islam zu Europa?

Norbert Nelte - 20.10.16 - Philosophie

Normal sollte es nicht die Aufgabe der Marxisten sein, Partei für einen Überbau des Kapitalismus zu ergreifen. Hier geht es aber um ein Volk, welches mit der Veneinung dieser Frage als nicht zu uns gehörig eingestuft wird.

Es geht hier auch nicht um die Frage, ob er reaktionär oder modern ist. Darauf antwortet der Islamwissenschaftler Hamed Abdel-Samad „Der Koran ist ein Supermarkt mit vielen Produkten und jeder kann sich darin bedienen, wie er möchte. Auch im Koran findet man alles.“

Die Religion wird von seinem Staat geformt. Es geht nur um die Frage, haben die Muslime die gleiche Rechte wie die der Christen, gehört ihr Religion auch gleichberechtigt zum kapitalistischen Europa?

Für einen neutralen Historiker wäre das eine komische Frage. Natürlich gab es den Islam in Europa. Im Jahre 1453 eroberten die Osmanen die europäische Osthauptstadt Konstantinopel und bauten christliche Krchen in Moscheen um. Auch vor der Eroberung gab es schon zwei arabische Moscheen.

„Nach der erfolglosen Zweiten Belagerung von Konstantinopel (717–718) hatten sich der arabische Heerführer Maslama und der byzantinische Kaiser Leo III. auf die Errichtung einer Moschee für die arabischen Kriegsgefangenen bzw. für die in der Stadt aktiven muslimischen Händler geeinigt“ (wikipedia)

Also wir sehen, unter vernünftigen Menschen findet man immer einen Weg, womit beide Seiten leben können. Es geht doch. Nur die Kreuzfahrer duldeten keine anderen Religionen und brannten 1203 die Moscheen nieder und ermordeten in der Folge viele orthodoxe Christen.

Ob soviel barbarischen Hasses durch die überheblichen Westeuropäischen Christen kommt die endgültige Einnahme von Konstantinopel 1455 schon wie ein zivilisierter logischer Schritt vor.

In der Folge eroberten die Muslime den ganzen Balkan. Die Islamisierung vom Kosovo, von Albanien und Bosnien-Herzegowina bestehen noch heute freiwillig und wieder wurden sie wieder 1992 von Christen überfallen, dieses Mal von den orthodoxen.

Also, das ist schon sehr anmaßend, angesichts von drei bestehendem islamischen Staaten, fünf  islamischer Republiken im europäischen Kaukasus von Russland und dem europäischen Teil der Türkei mit der ehemaligen Hauptstadt Ostroms davon zu sprechen, dass der Islam nicht zu Europa gehöre. Noch dazu gibt es in allen westlichen Staaten Anteile von muslemischer Bevölkerungen.

Jetzt kann man darüber streiten, da diese Länder bis jetzt noch nicht zur EU gehören, aber letztlich ist das moderne Europa ein Produkt des Islams und deshalb gehört der Islam zu Europa. Der Islam war praktisch unser Geburtshelfer. Oder kann man sagen, der Islam war der Schöpfer, aber gehört nicht dazu? Nein, wirklich nicht. Als Geburtshelfer gehört er ja dazu.

Der Niedergang Europas

Als das römische Reich unterging, gab es nicht einfach die Stafette weiter an das römische Reich deutscher Nationen, sondern ging richtig unter. Es zog sich aus allen Ländern zurück und ließ überall ein Chaos zurück. (Vgl. Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? 3a, Die Slavenhaltergesellschaften)

Gleichzeitig setzte die Völkerwanderung ein, so, dass man überall keinen stetigen Aufbau hatte. In Deutschland gab es unzählige kleine Staaten, die auch ständig wechselten. Überall schüttelte die Völkerwanderung alle Orte kräftig durch.

In Köln gab es um 500 den König Sigibert. https://de.wikipedia.org/wiki/Sigibert_von_K%C3%B6ln

„Nach dem Geschichtswerk Decem libri historiarum des Gregor von Tours stiftete Chlodwig I. Sigiberts Sohn Chloderich dazu an, seinen Vater zu ermorden (Greg. Tur. II. 40). Dieser ließ seinen Vater daraufhin tatsächlich umbringen und wurde für kurze Zeit sein Nachfolger. Wenig später bezichtigte Chlodwig ihn deshalb, ein Mörder zu sein, und ließ ihn umbringen, obwohl Chloderich ihn vorher in einer Schlacht gegen die Westgoten unterstützt hatte. Daraufhin wurde Chlodwig auch zum König der rheinischen Franken erhoben.“
(Wiki)O

König Chlodwig von Franken in Frankreich und Benelux des Merowinger-Geschlechtes war der erste König der Franken und ließ sich gleich als Christ taufen. Die Merowinger wurden von ihren Hausmeiern, ihren Burgverwaltern, dem Karolinger-Geschlecht abgelöst. Die Meuchelmorde eines Chlodwigs war etwas ganz Normales in dem frühen finsteren Mittelalter.

Auch Kaiser Karl der Große herrschte ziemlich blutig auch bei der Christianisierung unter den Sachen wie heute die ISIS. Dem König von Bayern ließ er Arme, Beine und die Zunge abschneiden, dass er nie wieder König sein konnte

Das Thema der Selbstjustiz wird ja auch in dem Nibelungenlied beschrieben. Der historischer Kern oder Anknüpfungspunkt der Sage ist die Zerschlagung des Burgunderreiches im Raum von Worms in der Spätantike (um 436) durch den römischen Heermeister Aëtius mit Hilfe hunnischer Hilfstruppen. Hier hat der Adel zum Schluss in der Sage bei der Hochzeit von Kriemhild mit Etzel (Attila) sich auch gegenseitig umgebracht. Mord und Totschlag waren in dieser Zeit normal, so dass erst 1190 - 1210 das Lied als Klage gegen die Selbstjustiz und Blutrache von einem Mönch im Auftrag des Bischofs von Passau Wolger von Erla verfasst wurde.

Per Gesetz wurde die Selbstjustiz des Adels erst verboten mit dem Sachsenspiegel von 1220 – 1235, Es gilt als das bedeutendste und, gemeinsam mit dem Mühlhäuser Reichsrechtsbuch, älteste Rechtsbuch des deutschen Mittelalters. Und auch dann noch hatten die Freien (Ritter bzw. Adel) besondere Fehderechte bis 1495 zum Reichstag zu Worms

Also vor 1235 herrschte die gesetzlose Zeit. Das frühe Mittelalter war recht düster und blutig. Statt zum Arzt ging der brave Christ zum Exorzisten, weil Krankheit sei eine Strafe Gottes.

Die Gesellschaft ist durch und durch für den Krieg organisiert. Die adligen Ritter stellen im Mittelalter die wichtigste Kampftruppe für die Kriege des Königs der. Dafür erhalten sie vom König ein Lehen und die Bauern in diesem Lehen müssen ihrem Lehnsherr 30% Abgaben bezahlen, der ihm dann Schutz verspricht. Dem Bauer bleibt nur soviel, dass er wie seine Scheine zu fressen hat. Es gab viele Hungersnöte in dieser Zeit. Dazu kam noch ein schlechtes Klima im frühen Mittelalalter.

Am besten lässt sich der Niedergang eines Landes an der Kunst ausdrücken.

Oben haben wir ein römisches Mumienporträt. Die Malerei ist schon ziemlich ausgereift.  Darunter ist ein Fresko aus dem 8. Jahrhundert einer Südtiroler Kirche. Das mutet dagegen an wie Kinderkritzeleien.

Die Menschen haben in Zentraleuropa sich ganz schön zurück entwickelt.

Der Aufstieg Europas durch den muslimischen  Wissenstransfer

Zwischen 711 und 1492 besetzten aber die Muslime glücklicherweise Spanien, Sizilien und Süditalien. In Spanien bauten sie eine viel weiter entwickelte Welt in Al Andalus auf, schließlich bauten die Muslimd in Bagdad auf die Hochkultur von Mesopotamien und Babylon auf. Damit hatte Europa Glück im Unglück gehabt.

Cordoba wurde ein Zentrum der Gelehrsamkeit. Die Straßen waren teils beleuchtet, die Häuser und Burgen waren lichtdurchflutet, mit Gärten und Brunnen. Die Wassermühlen von Bagdad, wo sie schon ab dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bekannt waren, wurden weiter entwickelt und waren viel größer als die in Zentraleuropa. Sie bauten damit schon eine große Kanalisation aus.

Allgemein ist bekannt, dass wir das Zehnersystem von den Arabern haben. Für die Kirche aber war die 0 die Zahl des Teufels. Wenn man an  einer Zahl 3 Nullen dranhängt war sie plötzlich das Tausendfache. Nein, das war Hexerei und deshalb hielt die Kirche noch 200 Jahre länger an dem römischen Zwölfersystem fest.

So gibt es muslemische Mathematiker wie den bekannten Vater der Algebra Harizimi
(al-Chwarizimi)

Harizmîs Reise in die Algebra

Algebra ist ein Mathematikzweig, der sich der Struktur, Relation und der Menge widmet. Unbekannte Größen werden mit Zeichen und Buchstaben symbolisiert und mit Hilfe von Gleichungen gelöst. Algebra ist eine Theorie, die rationale, irrationale Zahlen und geometrische Größen miteinander verbindet und sie als algebraische Objekte verwendet. Mit Algebra erreichte die Mathematik eine neue Dimension und wurde zu einemweitenBegriff.

Harizmî hielt fest, dass in Indien, wo er sich eine Zeit lang aufhielt, ein anderes Zahlensystem verwendet wurde als Buchstaben. Harizmîs Buch zu diesem Thema wurde ins Lateinische übersetzt und machte auf diese Weise den Westen im 12. Jahrhundert mit den Dezimalzahlen und der Ziffer Null bekannt. Sein Werk „Das kurzgefasste Buch über die Rechenverfahren durch Ergänzen und Ausgleichen“ ist das erste in der Geschichte der Mathematik, in dem Gleichungen ersten und zweiten Grades auftauchen. Die Bezeichnung Algebra (arab.: Ergänzen) ist zurückzuführen auf einen Lösungsweg in Harizmîs Werk, bei dem Gleichungen durch Ergänzungen gelöst werden.“

Aus „Muslimische Entdeckungen und Erfindungen, Meister der Mathematik, aus Islamic IQ“

Die Muslime waren auch in der Geometrie, in der Medizin,inder Astronomie, als Historiker, in der Musik, in der  Bautechnik, in allen Wissenschaften den Europäern bis in das 14. Jahrhundert weit voraus und dieses Wissen gelangte auch nach Al Andalus, wo es dort an den Schulen auch den Nichtmuslimischen Europäern vermittelt wurde.

Avicenna, persisch Ibn Sina (989 - 1037) war ein persischer Arzt, Physiker, Philosoph, Dichter, Jurist, Mathematiker, Astronom, Alchemist und Musiktheoretiker aus nahe Buchara, heute Usbekistan. Er zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit und lehrte in Isfahan. Sein Medizinbuch (unten), der Koran war an den europäischen Universitäten das Standardwerk bis in das 16. Jahrhundert und darüber hinaus noch. Avicenna hatte die Leichen seziert, obwohl das im Islam verboten war, und zeigt auch in seinem Buch die Zusammensetzung des Körpers mit dem Verlauf der Venen.

 

Es gab in Cordoba schon 810 Flugversuche. Abbas Ibn Firnas, der Hofdichter, flog 200 Meter weit, hat aber die Räder für die Landung vergessen und brach sich beide Beine. Nach ihm ist heute ein Flugplatz in Bagdad benannt, eine Brücke in Cordoba und ein Mondkrater.

Bei den Arabern gibt es in Bagdad 795 die Papierhestellung. Das Verfahren kam von China über die Seidenstraße. Die Araber entwickelten es aber noch weiter. Sie führten Stärke hinzu, damit konnte die Leimung verbessert werden. Und sie normten das Papierformat.

Ab dem 12. Jahrhundert gelangte es nach Spanien nach Valencia, wo noch heute das Zentrum der Spanischen Papierindustrie liegt, da hier viel Flachs angebaut wird. Das handgeschriebene Buch „Missale von Silos“ ist das erste christliche Buch von 1151 und ist in der Bibliothek des Klosters Santo Domingo de Silos in der Provinz Burgos (Spanien) aufbewahrt.

Die Toleranz war in friedlichen Zeiten unter den Religionen sehr groß, was man alleine daran sah, dass Juden und Anhänger christlicher Sekten vor der Intoleranz bei den Christen im Norden sich dorthin flüchteten. Die Juden stellten große Heeresgruppen in der muslemischen Armee und wichtige Offiziere, sogar einen selbstständigen Stadtkommandeur.

Die Nichtmuslime zahlten lediglich eine Schutzsteuer, die oft geringer war als im Norden bei christlichen Fürsten. Der Bischof von Damaskus zahlte auch bei den Muslimen weniger Steuern als an die christlichen Steuereintreiber von Byzanz.

Die muslemischen, christlichen und jüdischen Wissenschaftler übersetzten gemeinsam die Bücher der Antike. Sie wurden schon in Bagdad vom griechischen oder römischen in das arabische übersetzt und diese wurden mit ganzen Kamelkarawanen nach Spanien geschafft.

„die Bibliotheken und Universitäten von al-Andalus waren in Europa und in der islamischen Welt berühmt und renommiert. So kamen nach der Eroberung von Toledo im Jahr 1085 Gelehrte aus anderen Ländern dorthin, um Übersetzungen wissenschaftlicher Literatur aus dem Arabischen ins Lateinische anzufertigen. Der bekannteste von ihnen warMichael Scotus (um 1175 – um 1235), der die Werke vonAverroes undAvicenna später nachItalien brachte. Dieser Wissenstransfer hatte starken Einfluss auf die Entstehung derScholastik im christlichen Europa…

Aristoteles ist in Bagdad auf arabisch übersetzt worden und gelangte durch Gerhard von Cremona (1114 – 1187), der in Toledo wirkte, zu den christlichen Gelehrten nach Europa.

„Im Laufe von mehr als vierzig Jahren übersetzte Gerhard mindestens 70 philosophische und naturwissenschaftliche Werke aus dem Arabischen insLateinische, wobei die Zuschreibung nicht in allen Fällen als gesichert gelten kann. Zu diesen Werken zählen unter anderem:

Michael Scotus (* um 1175 in Schottland; † um 1235) war ein mittelalterlicher scholastischer Philosoph, Mediziner, Alchemist und Astrologe, den Dante Alighieri als Magier beschrieb. Bekannt wurde er durch seine Übersetzungen von Averroës-Kommentaren aristotelischer Werke aus dem Arabischen.

Durch seine immer noch währende Nähe zum Islam war Toledo eine der wichtigsten Städte der Bildung. Hier waren schon verschiedene bekannte Übersetzer tätig, wie zum Beispiel Johannes von Sevilla, Hermann von Carinthia, Adelard von Bath, der als erster Student aus Britannien kam, und Gerhard von Cremona,

Sein Ruhm als Übersetzer gründet sich aber hauptsächlich auf die Übersetzungen der Averroës-Kommentare der Aristoteles-Schriften wie De anima, De sensu et sensato, De celo et mundo, Physica und Metaphysica. Insgesamt sind 14 Übersetzungen von Averroës-Kommentaren erhalten geblieben, wovon er wahrscheinlich einige am Hofe Friedrichs II. vollendete. Diese Übersetzungen aus dem Arabischen setzen aber nicht nur sehr gute Sprachkenntnisse, sondern auch detaillierte Kenntnisse des Inhaltes voraus, da die arabische Schrift unvokalisiert ist und dies zu schwerwiegenden inhaltlichen Verständnisfehlern führen kann. Dies legt auch die Vermutung nahe, dass sich Michael Scotus’ dabei auch arabischer Hilfskräfte bediente. Seine sehr guten Sprachkenntnisse, und dass er nicht direkt aus dem Griechischen übersetzte, bezeugt auch Papst Gregor IX., der sich in höchsten Tönen über Michael Scotus’ Arabisch-, Hebräisch- und Lateinkenntnisse äußerte, aber nicht das Griechische erwähnt…

Übersetzerschule von Toledo ist ein verwendeter Begriff, unter dem verschiedene Aktivitäten der Übersetzung aus dem Arabischen zusammengefasst werden, die seit dem 12. Jahrhundert in Toledo nachweisbar sind. Es handelte sich dabei nicht um eine Schule im Sinne einer Institution, sondern um verschiedenartige Aktivitäten der Übersetzung, die durch den Kontakt zwischen arabischkundigen Mozarabern [arabisierte Christen] und Juden mit Romanen bzw. lateinischen Autoren ermöglicht und zum Teil durch bischöfliche oder königliche Initiative gefördert wurden.“
Alles aus Wikipeia

,Naja, das geht jetzt ellenlang so weiter. Die griechischen Bücher waren oft nicht mehr auffindbar, aber sie wurden in Bagdad ins Arabische übersetzt und in Spanien in das Lateinische. Alle Klöster in Europa, und das waren im frühen Mittelalter die Universitäten des Adels, füllten ihre Bibliotheken auf mit den Abschriften der Übersetzungen der griechischen und arabischen Gelehrten. Dadurch konnten die Mönche aus dem dunklen frühen Mittelalter direkt in eine Welt voller Gelehrsamkeit springen.

So ging es dann sehr schell, dass wir bei Kolumbus und der Renaissance sind. Dann war es nur noch ein kleiner Schritt zur Aufklärung Mitte des 18. Jahrhundert und in die Neuzeit. Ohme die Moslems würden wir heute vielleicht gerade romanische Kirchen bauen und wüssten nichts von Aristoteles, Pythagoras, Harazimi und Amerika und in 100 Jahren würden die Azteken ins entdecken und uns zum großen Quetzalcoatl-Gottestum bekehren, dem wir zu Weihnachten immer 100 Jungmänner und 400 Jungfrauen opfern müssten.

Wann und warum sind die Musleme hinter die Christen wirtschaftlich zurück gefallen?

Der Grund, warum die Musleme zurück gefallen sind, liegt einmal daran, dass der Enkel von Dschingis Khan, Hülegü Khan, 1258 Bagdad überfallen hat. Die Hunnen ermordeten 100.000 bis 1.000.000 Bewohner, verbrannten alle Bibliotheken, verwüsteten die Kanalisation und besetzten Bagdad über 100 Jahre. die Einnahme der Stadt wurde als der Endpunkt der Blütezeit des Islam angesehen.

Bagdad war nicht mehr die Hauptstadt der westlichen Welt, das wurde jetzt Venedig. In Venedig suchte m an Kapitalgeber für die Schiffsausrüstungen. Diese Suche war nur erfolgreich, wenn man dem Kapitalgeber für die Geldleihe einen Ausgleich, einen Zins gab. Also hoben die Bankhäuser das Zinsverbot der Kirche auf.

Die Zinseinführung hat in Europa die Geschäftstätigkeiten der Manufakturen und Bergwerksgesellschafen so zum erblühen gebracht, dass Europa locker was die Mongolen von der arabischen Welt übrig gelassen hat, überrunden konnte, die ihr Zinsverbot nicht aufgehoben hatte.
(Vgl. Wo kommen wir her  wo gehen wir hin: Der Feudalimus)

Nun hat die zugleich glorreiche und traurige Geschichte ihr Ende gefunden. Was können wir daraus lernen?

  1. In dem Moment, wo alle Menschen, egal, welcher Religion und welcher Nationalität, zusammen arbeiten, kommen alle viel weiter. Als die Römer im 5. Jahrhundert keine Ausländer mehr haben wollten, ging es mit dem Imperium sehr schnell zu Ende.

  2. Es sind nicht die Religionen, die zu bestimmten Verhaltensweisen führen und uns trennen, sondern der soziale Entwicklungstand führt zu nationalen gegensätzlichen Traditionen. Das bedeutet, dass es das Ziel sein muss, dass alle Länder der ganzen Welt gleichmäßig entwickelt sein müssen und überall gleicher Lohn für gleiche Arbeit bezahlt werden muss, für Frau und Mann. Jede Religion ist weder fortschrittlich noch rückschrittlich, sondern sie ist so, wie sie der jeweilige Staat haben will.
Hoch die internationale Solidarität

Norbert Nelte
Internationale Sozialisten

 

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