Unser brummendes Wirtschaftswachstum steht auf der grünen Wiese
Und wartet auf einen neuen Markt.

Norbert Nelte - 27.05.2014 - Ökonomie

Es ist normal, dass neue Autos zwischengelagert werden, da der Absatz zu bestimmen Stoßzeiten höher liegt, die Produktion aber gleichmäßig verläuft. Auch muss erst das ganze Schiff voll werden können, bevor es verladen wird. Da aber werden die Autos zwischengelagert auf Parkplätzen in Hafennähe.

Es gibt aber vieles neu, weshalb der Verkauf  der gesamten zwischengelagerten Autos diesmal fraglich ist. Nicht fraglich ist das BIP, das die deutsche Wirtschaft wieder brummen wird. Um die geschätzt 10.000 Autos von der Fabrik hier auf die Wiese zu fahren, braucht man eine Tageszulassung, in diesem Moment sind die Autos schon im BIP, also stehen hier gut 300 Millionen BIP.

Vor zwei Jahren lag die zwischengelagerte Menge der Autos noch bei 27% des gesamten Umsatzes, heute liegt sie bereits bei 33%. Schau mal, sie streuen gar kein Kies mehr auf den Erweiterungsflächen, glauben die selber nicht mehr an den Verkauf dieser Charge.

In den vergangenen Jahren wurde der Überschuss noch leicht nach China verkauft, das wird diesmal aber schwieriger.

Erstens, weil deren BIP von einem Wachstum von 12% in 2009 schon runter auf 7,4% gefallen ist.
Zweitens steht China kurz vor dem Ausbruch einer Immobilienkrise, da 68.0000.000 schon unvermietet leer stehen und die Immobilienpreise in einigen Städten schon sinken.
Drittens verlost die Stadtverwaltung von Peking wegen des Smogs nur noch eine begrenzte Anzahl von Autozulassungen.

Viertens bremst China langsam den Auto-Import und verlangt von den Importeuren auch die Entwicklung und Forschung sowie Design nach China zu verlagern.

Fünftens haben die wichtigsten Autokonzerne inzwischen schon doppelt so viel Firmen in China selber als in Deutschland, VW alleine schon 12 Werke, Ende 2014 dann 14 Werke.

So titeln die DWN „Scheitert China, scheitert die deutsche Auto-Industrie“, und mit einem Crash 2014 rechen alle Wirtschaftsanalytiker, spätestens 2015, und der wird doppelt so tief sein wie der Lehman-Crash 2008.

Die Automanager geraten schon ganz schön ins Schwitzen, dass sie ihr Blech auf der Wiese überhaupt noch losbekommen. Andere Käuferländer als China sind nicht in Sicht, Europa schlittert immer weiter rein in die Krise, sie hält nur noch gerade eine Crah-Lawine mit einer höheren Inflation von geschätzt 6% auf. Oder glaubst Du, dass die Regierung mehr Steuern eingenommen hat, obwohl immer mehr Firmen in die Insolvenz gehen und 1/3 aller Autos auf der Wiese stehen. Die so genannten Steuermehreinnahmen sind nur die Preissteigerungen, genauer Steuermehreinnahen plus Steuerausfall wegen Insolvenzen = Tatsächliche Inflation.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten titeln am 5.5.: „Deutsche kaufen weniger Autos. Die Zahl der Automobil-Neuzulassungen schrumpfte in Deutschland im April um 4 Prozent. Audi klagt über hohen Margen-Druck. Die Hersteller müssen ihre Kapazitäten abbauen.“

Der Focus-online meldet am 20.5: Viele Autohändler werden die nächsten Jahre nicht überleben. Eine Studie der Unternehmungsberatung Arthur D. Little, die FOCUS Online vorab vorliegt, zeigt das wahre Ausmaß der Misere“. der Autoabsatz ist in Europa von 2007 bis 2013 um 24% gefallen“
Diese beiden Meldungen gab es, obwohl der Autoabsatz in Westeuropa von 16,9 Millionen Autos im Jahr 2007 bis 2013 um 24 Prozent auf 13,1 Millionen fiel, also schon auf einem sehr niedrigen Niveau ist.

Die Autoindustrie umfasst in Deutschland mit den Zulieferern 14% aller Beschäftigten im produzierenden Gewerbe oder 8% der gesamten Wirtschaft mit Dienstleistungssektor.

In den meisten anderen sieht es auch nicht viel anders aus, oft noch schlimmer. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Statistiklügen von Merkel, Schäuble § Gabriel zutage treten und ihr ganzes Kartenhaus zusammenbrechen wird. Eure Zeit ist abgelaufen, ihr habt lediglich noch die Nachspielzeit.

Norbert Nelte
Krissenticker

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