Nach der Inflationsenteignung des Mr. DAX wieder auf Start?

Norbert Nelte - 01.07.12 - ökonomische Theorie
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Die These von Dirk Müller, auch bekannt als Mr. DAX, des Neubeginns der Weltwirtschaft nach der Inflationsenteignung ist zwar bestechend und die realistischste bürgerliche These, nur sie wird an der Kapitalzusammensetzung scheitern.

Er geht davon aus, dass 2012 schon eine Inflation von 9% möglich sein wird, womit er wahrscheinlich auch Recht behalten wird. Deutschland schummelt sich die Inflationsrate mit hedonischen Tricks und falscher Gewichtung schön, weshalb man schon davon ausgehen kann, dass die Inflationsrate diesen Wert erreicht. Alleine die Inflationsrate der Verbraucher hat schon 2008 nach dem Statistikerprofessor Hans Wolfgang Brachinger bei 8,6 Prozent gelegen.

„Im Laufe von Jahrzehnten sammelt sich die Masse des Geldes bei Wenigen an und bei Vielen die Schulden, die alle paar Jahrzehnte die Zinsen nicht mehr aufbringen können. Dann kommt es zu einer „Neutralisierung“ der Schulden und Guthaben über z.B. eine Inflation und alle haben dann das Gleiche, nämlich Null, und das Schneeballsystem beginnt wieder von Neuem.“

(Sinngemäß aus Was, wenn der Finanz-Crash kommt - Schuldgeldsystem bei 15:15) Bisher konnte man davon ausgehen, dass immer nach einer Periode des wirtschaftlichen Niedergangs wieder alles von vorne losging, so nach der 1878-Krise, nach dem 1. und nach dem 2. Weltkrieg. Dass die Wirtschaft sich in Zyklen  entwickelt, wurde in der Wirtschaftstheorie beschrieben. Nach einer Abschwungphase aufgrund der Überproduktion würde die Marktwirtschaft, nachdem die Überkapazitäten durch Insolvenzen wieder abgebaut wurden, sich wieder regenerieren.

Als lange Wellen wurde dieser Wirtschaftszyklus von Nikolai Kondratiev (1892-938) 1926 beschrieben. In Moskau gründete Kondratijew, Ex-Vize Ernährungsminuister bei Kerenski, 1920 das Konjunkturinstitut. Während Lenins NEP-Periode plädierte er für marktwirtschaftliche Strukturen und wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichende Kapitalien für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien. Im Jahre 1926 veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse zu den Langen Wellen in der Konjunktur. „Als die eher marktwirtschaftlich orientierte Neue ökonomische Politik (NEP) durch striktes planwirtschaftliches Denken 1928 abgelöst wurde, verlor er mit der Auflösung des Konjunkturinstituts seinen Arbeitsplatz.“ (Wikipedia)

Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus sich nach einem Zyklus wieder regenerieren würde, geriet er in Widerspruch zur herrschenden Doktrin von Stalin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging, der damit die Grundlagen einer „Weltrevolution“ schaffen würde. 1938 wurde er von Stalins Schergen erschossen und 1986 rehabilitiert.

Viele Wirtschaftstheoretiker griffen die Zyklustheorie Kondratievs der langen Wellen auf und entwickelten sie weiter, so auch Trotzki, Mandel, oder auch bürgerliche wie Schumpeter. Es ist also normal in der Ideologie der bürgerlichen Volkswirtschaft als auch in der marxistischen Wirtschaftstheorie, dass man nach einer Krise wieder von einem Aufschwung nach einer Insolvenzenphase ausgeht, insofern bietet Dirk Müllers „Neutralisierungs“these kein ungewöhnliches Modell.

Nur diese Mal ist alles anders und die Voraussetzungen für einen großen, weltweiten Aufschwung sind nicht mehr gegeben.

Erst einmal würden alle Marxisten, aber sicher auch einige bürgerliche Volkswirtschaftler es infrage stellen, dass es überhaupt zu einer „Neutralisierung“ und „Gleichstellung“ kommen wird. Siemens, die Quandts, Abs und Thyssen haben doch immer noch den Superreichtum wie vor 100 Jahren, einfach, weil sie rechtzeitig vor jeder Krise ihr Geld in Gold, Silber und andere Rohstoffe und sichere Valuten angelegt und ihr Firmenbesitz von einer Inflation bzw. Währungsreform nicht betroffen war. Den Vermögensunterschied wird es auch nach einer Krise geben, eher geht die Schere weiter auseinander, da der Kleine immer wieder von vorne anfangen muss.

Karl Marx und Friedrich Engels schreiben:
„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."
(Karl Marx und Friedrich Engels im "Kommunistisches Manifest", S. 9)

Neue Märkte wären neue Länder, das dörfliche Land und der innere Markt mittels neuer Produkte. Das dörfliche Land ist schon seit 100 Jahren bei uns kapitalisiert, China ist bereits Exportweltmeister und drängt die europäischen Exporte mit seinen billigen Löhnen im Wettbewerb erfolgreich zurück. Bliebe ur noch der innere Markt. Der Konsum ist abhängig von den Arbeitsplätzen im Produktionsmittelbereich. Das Kapital aber wird dort nur nachfragen, wenn weltweit die Konjunkturaussichten bombig wären. Danach sieht es aber momentan überhaupt nicht aus. Ganz im Gegenteil. Es wird in diesem Jahr einen Absturz geben wie 2009 und 2013 gehen die Indizes auch von einem leichten Abschwung von -0,5% aus

Bliebe noch die Möglichkeit des Kriegskeynesianismus. Das wird auch in Amerika angedacht. 1929 gab es auch Konjunkturprogramme. Aber auch wie heute haben sie nicht viel gebracht, nämlich gar nichts. Das führte zum Faschismus und erst dem sein verlorener Weltkrieg brachte den Aufschwung, weil nun 15% von der deutschen Industrie zerstört waren. Aber richtig ging es erst 1954 aufwärts, nachdem die Nachfrage in Deutschland durch den Koreakrieg nach Konsumgütern aus hier anstieg, da die amerikanische Industrie mit der Rüstung beschäftigt war.

Es ging dann aber sehr schnell zurück und das Wachstum fiel schon 1959 auf unter 5%. China dagegen kann seit 10 Jahren das Wachstum um die 10% halten, aber nur, indem der Staat unendlich viele Wohnungen baut, die keiner bezahlen kann. 64 Millionen Wohnungen stehen inzwischen leer (Eine Geisterstadt als wirtschaftliches Erfolgsmodell Text, Video 9.10.11). Das aber wird zu dem nächsten Crash führen, der die Weltwirtschaft endgültig in die Knie zwingen wird.

Das wissen auch die Herrschenden. Ihre mit vielen Nobelpreisträgern herausragende Denkfabrik, das Forschungsteam der Harvard-Universität im amerikanischen Cambridge in Massachusetts sieht dann auch ab 2015 eine schrumpfende Industrieproduktion, die bis 2100 auf Null fallen wird bei etwa einer Halbierung der Bevölkerung.

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Neben der Marktverengung zeigt der Höhepunkt der Kapitalzusammensetzung und entsprechend die niedrige Profitrate, die niedriger ist als der Kapitalmarktdurchschnittszins, dass der Kapitalismus mit seinem Konkurrenzwettlauf nicht mehr machbar ist.

3Die technische und organische Zusammensetzung des Kapitals hat seinen  Höhepunkt erreicht. In der deutschen Industrie bestand schon 1990 ein Verhältnis von 90% konstantes Kapital c zu 10% Lohn v,  die in die Ware einfließen. Bei VW betrug es sogar nur 4% Lohn zu 96%. Maschinen etc.

Für jedes Prozent, das man die Zusammensetzung des Kapitals (q=c/v) noch erhöhen will,  muss man immer mehr Kapital für c vorschießen. Es wird immer weniger lukrativ. Von der Rationalisierung aber lebt der Kapitalismus. Im Konkurrenzwettlauf muss der Anbieter immer billiger werden als die Konkurrenz. Wenn sich das Rationalisieren nicht mehr lohnt, dann senkt der Kapitalist halt noch den Lohn v, die Mehrwert- bzw. Ausbeutungsrate m/v, fertig.

Das ist das, was momentan in Deutschland gerade passiert. Von 2000 bis 2009 sank der Reallohn um 4,5%.Da wer Deutschland weltweit Spitze. Bis heute entwickelte sich das auch weiter. Bundeskanzlerin Merkel verlangt ja diese harte Lohnkürzung, im Neusprech Reform, von den anderen europäischen Ländern. Aber in Frankreich, Italien und hauptsächlich Spanien mit der höchsten weltweiten Streikrate funktioniert das gar nicht, die Arbeiter würden Monti, Rajoy und Co. was Husten.

Dem gegenüber steht eine Profitrate nahe Null unter dem Finanzmarktzinssatz. Wir brauchen die Formel der Zusammensetzung des Kapitals c/v umkehren, dann haben v/c. Der andere Teil der Arbeitskraft, das, was der Kapitalist von der gesamten Wertschöpfung des Arbeiters einbehält, ist der Mehrwert m. Wenn wir v mit m ersetzen und zu dem vorgeschossenen Kapital für die Maschinen etc. noch die paar Prozente für den vorgeschossenen Lohn dazu rechnen, dann haben wir die Formel der Profitrate m/v+c.

Jetzt kommen ganz Schlaue auf abwegige Gedanken und meinen: Siehst du, die Kapitalisten schießen das Kapital vor und deshalb können sie auch den Mehrwert einbehalten. Falsch, vollkommen falsch. Das vorgeschossene Kapital zahlen die Bankkapitalisten und lassen sich die Zinsen von den Arbeitern über den Kaufpreis zahlen. In dem Kaufpreis werden die Zinsen mit einkalkuliert und auch die Abschreibung für die Maschinen, und der Kaufpreis wird von den Arbeitern erwirtschaftet. Der Arbeiter zahlt schon auch die Maschinen und er trägt das Risiko, wenn er entlassen wird. Also es gibt keine Begründung, warum er nicht über die gesamte Wertschöpfung verfügen soll.

Die Profitraten in der Produktion liegen bei Nahe Null. Natürlich sind die Gewinne immens gestiegen. Aber das Anlagekapital ist noch viel mehr gestiegen. Es hat sich über 200 Jahre angehäuft. Und das akkumulierte Kapital will verzinst sein. Und mit 1 oder 2 % Zinsen kann man z.B. die Mercedes-Aktien nicht auf dem internationalen Markt anbieten.

Also haben die großen Konzerne noch große Aktienpakete aus dem Rohstoff- und dem Finanzbereich, große Haziendas und Teakhölzer. 90% ihrer Gewinne erzielen sie dort, nicht in der Produktion. Der Arbeiter ist die Quelle des Mehrwerts und die Quelle des Mehrwerts ist jetzt auf Hartz IV. Robotter kaufen keine Autos.

Es sind die Grenzen des Marktes, der Höhepunkt bei der Zusammensetzung des Kapitals und der Fall der Profitrate auf nahe Null, die ein Neustart des Mr. DAX nach einer Inflationsenteignung im Kapitalismus unmöglich machen werden. Man müsste schon bei Hammer und Amboss wieder anfangen, alle Maschinen zerstören, alle Bücher verbrennen und alle Ingenieure töten. Nur dann ginge noch ein Neuanfang, Herr DAX.

Nun muss Dirk Müller anerkennen, dass er einer von den wenigen Analysten ist, die überhaupt die Endgültigkeit dieser Crashs sehen bis zur totalen Enteignung. Aber über den Neuanfang nach einer Währungsreform macht er sich Illusionen, auch alle aktuellen „Lange Wellen“ Theoretiker, die wieder von einem Neuanfang im Kapitalismus ausgehen.

Ein Neuanfang nach einem Crash ähnelt mehr einer endlosen Katastrophe in Fortsetzung. Nach einer Inflation und dem Schulden- und Immobilencrash aller Staaten wird die Realität aan die Existenz der Menschen gehen.

2008 hatten wir den amerikanischen Immobiliencrash und die Lehman-Pleite. Im Frühjahr 2009 folgte daraufhin ein weltweiter Zusammenbruch der Wirtschaften um 5%. Der “Point of no Return“ der Produktion wurde dabei weltweit überschritten. Das hieß, dass ab da die Investitionen weltweit schneller fielen als die Löhne und dadurch der Produktionsüberschuss im Produktionsmittelsektor auftrat. Dieser Überschuss kann nicht auf den Konsumsektor übertragen werden und nun erleben wir die Wirtschaftskrisen als einen Dauerzustand.

Seit der Immobilienkrise sind schon über 12 Millionen Familien aus ihren Häusern zwangsgeräumt worden. Nach John Williams von http://www. shadowstats.com beträgt die Arbeitslosigkeit in den vereinigten Staaten 22% und die Inflation 10%. Seither hat die USA weiter Hunderte von Milliarden Dollar ungedeckt für Konjunkturprogramme gedruckt, ohne Erfolg, am 20.6.12 wieder 267 Mrd., das wird die Inflation nur antreiben, so das man schon 2013/4 mit der Schallmauer der Hyperinflationsgrenze von 50% rechnen kann.

2012 nun spitzt sich die Eurokrise zu, die Schulden der Euro-Zone betragen auch schon knapp 100%, wie in Amerika mit seinen 103,9%, Deutschland allein hat schon 95,2%. (Die deutsche Statistik ist ohne Bankenbailout Schulden, daher unbrauchbar)
In Südeuropa beträgt die Jugendarbeitslosigkeit über 50%, und das wird nun auch nicht mehr besser, nur schlechter. Ganz Süddeutschland konnte sich nach dem Crash 2009 um 5% nicht mehr erholen, Griechenland crasht seither weiter (9%), der Lebensstandard ist gleich dem wie in Vietnam. Ganz Europa befindet sich schon in der Rezession. Endzeitstimmung auf dem EU-Gipfel. Inzwischen schaukeln sich die Krisen in Amerika, Europa, Japan, Südkorea und die Schwäche in China gegenseitig hoch.

Spätestens 2015 wird dann die chinesische Immobilienkrise dazukommen. Mehrere Krisen überlappen sich dann ohne Ende gegenseitig und die Wirtschaft rauscht dann unbegrenzt nach unten, wie es oben in der Grafik des Forschungsteams der Harvard-Universität im amerikanischen Cambridge gezeigt wird. Die Schulden der Staaten steigen ins Unerdenkliche, die man nur noch mit Turbo Geld drucken bezahlen kann. Die Hyperinflation ist vorprogrammiert. Wir stehen ja heute schon in Amerika bei 10%.

Konkret baut sich der „Neustart“ dann vergeblich auf. Gegen die Inflation wird lokal Notgeld gedruckt, was nur örtlich gilt, wie 1923. Die Städte werden feste Monopolpreise machen müssen, da ja die „freie“ Marktwirtschaft versagt hat. Sobald ein Konkurrent mit einem niedrigeren Preis den Markt erobern will, auch nur den lokalen Markt, indem er Arbeiter „freisetzt“ und c erhöht,  stürzt die Profitrate wieder gegen Null. Der Mehrwert kann  immer nur der lebendigen Arbeit entnommen werden, und die hat er „freigesetzt“. Der Fall der Profitrate auf Null würde nach jedem “Neustart“ sich immer schneller durchsetzen. Damit die Produktion rentabel bleibt, müssen die Städte auf einem Monopolpreis bestehen.

Die Rendite muss natürlich fett sein, da sie das angehäufte Kapital verzinsen muss. Da bleibt nicht mehr viel Lohn für den Arbeiter übrig. Spätestens dann werden die Arbeiter sich sagen, Planwirtschaft, das können wir selber viel besser und dann haben wir alle auch noch die Kontrolle über die ganze Backstub.

Die Konzerne haben mangels Rendite in der Produktion den Finanzmarkt mit ihren Großbanken aufgebläht, um dort noch die Zinsen für ihr riesiges seit mindestens 200 Jahren angehäuftes Anlagekapital zu erwirtschaften. Dafür haben sie mit den neuen Supercomputern den Hochfrequenzhandel geschaffen, den niemand mehr von den Kapitaljüngern kontrollieren kann und will, keiner mehr von ihnen wird den Stecker rausziehen.

Die Supercomputer schaffen heute den Schachweltmeister eines Bobby Fischers, da werden sie doch auch die Merkel schaffen, oder? Die Programme sind so programmiert, dass sie die genialsten Regeln des freien Marktes lernen können. Also, wenn der Computer die Zinsen der Staatsanleihen über Credit Default Swaps (CDS) (Gegenversicherung ohne Versicherung) oder Derivaten hochwetten, dann machen die ganz wichtigen Europäer ein Hilfspaket für die systemrelevanten Banken, wonach der ESM nun selbst Hilfen an die Banken auszahlen kann, ohne jede politische Kontrolle, nur die EZB hat ein Auge drauf, und die wirft das Geld wie in der Vergangenheit den Banken nach, also Auge zu.

(Nach den Beschlüssen des Brüsseler Gipfels vom 27./28.6.12  werden die Hilfen jetzt direkt an die Banken/Versicherung Institute ausgezahlt werden. Das hatte die Bundesregierung bislang strikt abgelehnt. Spanien und Italien haben sich hier durchgesetzt.)

Das war doch, wie in Deutschland 2010, als 500 Mrd. Bankenhilfen aufgelegt wurden, und ssssst war das Geld bei der Hypo Real Estate und West LB da die faule US-Hypothekenpapiere hatten, verkauft von der Deutschen Bank, 4:40 und ssssst, ist das Geld bei unserer Superbank mit dem seriösen Namen. Da haben die gossen Konzerne ihre Fondsanteile und ssssst, war Dein Steuergeld bei Mercedes oder Siemens. 2010 waren das schon sssst 232.200.000 in einer billionstel Sekunde. Der Jahreshaushalt hat gerade mal 300 Mrd. und da wird aber 1 Woche verhandelt wegen einem (1) Euro bei den HartzIV Empfängern, nix sssst.

Fein, fein, lernt jetzt unser Supercomputer, dann kann er noch mehr gegen die Banken wetten, dann gibt es die ganze Kohle vom ESM an sein Herrchen, die Superbank, 700 Mrd., das ist doch was, aber für den Transaktionen an der Frankfurter Börse, die das 60fache des Bruttoinlandproduktes umsetzt, ist das noch zu wenig. Aber egal, in Griechenland leben zwar schon 2/3 unter der Armutsgrenze, aber eben noch nicht in Resteuropa. Da muss noch mehr gespart werden und der ESM muss noch mehr erha4lten, also, sssst, wird weiter gewettet und die Zinsen der Staatsanleihen hochgetrieben.

Und niemand will den Stecker ziehen, wirklich niemand?

Gerade an Spanien und Italien getraut die Kommission sich mit Sozialkürzungen nicht ran, weil beide eine hohe Streikrate haben. Wenn dort so gekürzt wird wie in Griechenland und dann noch in Frankreich, oh, oh, dann kommen immer mehr die Arbeiter wie in Griechenland. Überall, in ganz Südeuropa rumort es ja schon und dann ist sssst, der Stecker raus. Dann kommt der Neuanfang mit einem neuen Wirtschaftssytem, Herr DAX, Nix sssst.
Norbert Nelte
nc-nelteno@netcologne.de
Internationale Sozialisten

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