Goldman Sachs und die Bilderberger

Norbert Nelte - 27.11.12 - Ökonomie

„Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman-Sachs ansehen.“
lautet das Urteil im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. (Capital print-Ausgabe, 15/2006, „Bye, bye, Amerika“)Goldman Sachs ist eine Bank nur für die Großkonzerne, die weltweit Partner in den meisten großen Konzernen im Aufsichtsrat oder im Vorstand sitzen hat. (Video)

Auch weltweit so übergreifend spinnen die geheimen Bilderberger Konferenzen ihre Kontakte von Politikern, superreichen Kapitalisten, Generälen, Professoren und Journaille. Beide stehen für den elitären Geldadel, die 99% der Menschheit in Knechtschaft halten wollen. Zu dem Bilderberger Treffen werden informell in jedem Jahr etwa 100 Leute aus Politik und Kapital eingeladen. Die Teilnehmerliste und die behandelnden Themen sind öffentlich, nicht aber die besprochenen Inhalte. Die sind geheim.

Wir wissen aber, dass die Teilnehmer nach der Konferenz einen Karrieresprung gemacht haben. Einige Beispiele
  1. Helmut Schmidt wurde nach seiner Teilnahme 1973 Bundeskanzler von 1974 bis 1982
  2. Helmut Kohl nach seiner Teilnahme 1980 und 1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1982 bis 1998
  3. Joschka Fischer nach seiner Teilnahme 2008 Unternehmensberater und Lobbyist für die Energieversorger RWE und OMV (Nabucco-Pipeline).
  4. Angela Merkel wurde nach ihrer Teilnahme 2005 am 22. November 2005 Bundeskanzlerin

2011 nahm Peer Steinbrück und 2012 Jürgen Trittin teil. Die Springer-Presse wirbt für die Agenda 2020 mit massivem Abbau von Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechten. Arbeitgeberpräsident Hundt attackiert Schwarz-Gelb und lobt Steinbrück, weil er meint, dass nur er die Agenda 2020 realisieren wird, wie sein Freund Schröder mit Fischer 2003 die Agenda 2010 durchsetzten. Nun darf jeder 3 Mal raten, wer 2013 die Wahlen gewinnen wird.

Von Goldman Sachs gibt es viele Verbindungen wie Mario Monti, Lukas Papademos, Peter Sutherland oder Robert Zoellick zu der ebenfalls geheimen Organisation „Trilaterale Kommission“ von Politikberatern.

Die Trilaterale Kommission wurde 1973 gegründet von David Rockefeller. Ihr 1. Direktor war Zbigniew Brezinski, der auch Berater von Jimmy Carter war und jetzt von Barack Obama ist. Dieser ist auch mit Henry Kissinger zusammen Cheftheoretiker bei den Bilderberger Konferenzen, die ebenfalls von David Rockefeller zusammen mit Prinz Bernhard 1954 gegründet wurde.

Kissinger und Brezinski haben sich Mitte November 2009 in einem Chateau außerhalb von Brüssel mit Baronin Catherine Ashton und Herman Van Rompuy getroffen und ihr OK gegeben. Seitdem ist sie Außenministerin und er EU-Präsident, da war Deine Wahl überhaupt nicht notwendig, praktisch, ne.

Ursprünglich hatte man sich getroffen, um die Entwicklung in Europa und der USA zusammen zu bringen. Die Bilderberg Treffen sollen aber auch die Potsdamer Verträge, die EWG und die EU, die Ölkrise 1973, die deutsche Wiedervereinigung, den Euro und den Irak-Krieg angeregt haben.

Henry Kissinger sagt 1993 bei einem Treffen im Haus der Weltkulturen in Berlin, wie viel Einfluss die Bilderberger Geheimniskrämer letztlich haben: "Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten." Und Deutschlandradio Berlin kommt zu dem Schluss „Eine der exklusivsten Runden, die großen Einfluss auf die Strategien der westlichen Allianz hatte, ist die Bilderberger Konferenz mit prominenten Diplomaten, Ökonomen und Politikern“.

2010 übernahm Henri de Castries[6], Vorstandsvorsitzender (CEO) des französischen Versicherungskonzerns AXA und persönlicher Freund von Nicolas Sarkozy[7], den Vorsitz der Bilderberg-Konferenzen.[8] Über die AXA konzerneigene AllianceBernstein LP Vermögensverwaltung unter anderem besteht darüber hinaus ein enger Kontakt von den Bilderbergern zu Goldman Sachs.[9] Die Verbindungen von der von der Teilnahme an der Bilderberg Konferenz zu Goldman Sachs gibt es noch zuhauf, z.B. Robert Zoellick USA, 2008, 09, 10, 12, Präsident der Weltbank seit 2007 - Jean-Claude Trichet, Frankreich, 2009, Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2003. Angela Merkel, die 2005 an dem Bilderberg-Treffen teilnahm, wird direkt von dem Goldman-Chef Deutschland Alexander Dibelius beraten bzw. empfängt dort die Order, welche nächsten Schritte für das Kapital für sie wichtig sind. Die Politik geht, Goldman Sachs bleibt.

David Rockefeller sagte vor der UN am 14., Sept. 1994.: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen."  Die Krise haben wir schon und sie ist auch in wenigen Jahren in der „freien“ Marktwirtschaft unlösbar. Dann wird es die Neue Weltordnung brauchen.

Die Kapitalelite will an der Macht bleiben und benötigt daher ein Weltmonopol von oben mit weltweit gleichen niedrigen Löhnen, um die globalen Ungleichgewichte auszumerzen. Schäuble spricht da z.B. etwas verschlüsselt von einem globalen Governence (16:30), aber was letztlich auf das gleiche hinausläuft.

Nur, wer ist der Chef von dem Ganzen? Das könnte nur über einen Weltkrieg entschieden werden. Nein, weltweit rebelliert die Arbeiterklasse schon und hat langsam genug von den dauernden Kürzungen, die erst bei den chinesischen Löhnen enden würden.

Ein weltweites Monopol wird Stück für Stück gehen. Zuerst haben wir die ungewählten Oberpolitiker wie Mario Monti, Mario Draghi, Baronin Catherine Ashton und Herman Van Rompuy. Dann kommt der Vorschlag von Angela Merkel, dass die EU-Kommission Regierung Europas werden soll. Alles schon passiert. Dann wird keiner mehr  gewählt, die Mittelmeerländer werden auch in die EU aufgenommen, dann Afrika und dann die ganze NATO. Der schon jetzt passive Mensch wird die Veränderung Stück für Stück gar nicht bemerken und zum Schluss kommt der Zusammenschluss von oben mit Asien, oder doch Krieg?

Noch tut das Kapital so, als ob sie genug Geld hätten. Noch macht die Bundesbank scheinbar einen Weckruf, dass dem Finanzsystem der Kollaps droht. Dabei würde der globale Kollaps bei nüchterner Betrachtung noch in diesem Jahrzehnt eintreten.

Weltweit gibt es 170 Billionen Dollar Vermögen. Diese 170 Billionen wollen vernünftig verzinst werden, sagen wir mit 6% oder 10 Billionen. 85 Billionen davon sind Produktionsanlagen. Die Profitrate dort beträgt nur noch gut 1%, sagen wir eine Billion. 9 Billionen muss also der Steuerzahler noch über die „Bankenrettungen“ beitragen. Das deckt sich etwa mit den wirklichen Banken“bailots“.

Aber 2013 geht die gleiche Rechnung doch auf erweiterter Stufenleier weiter. Das weltweite Vermögen von 170 Billionen wird dank Deiner Steuergelder und wenigen betrieblichen Gewinnen um 10 Billionen auf 180 Billionen erhöht und die gleiche Rechnung beginnt von neuem.

So herrscht die Vergangenheit über die Gegenwart, wie Marx sich ausdrückt. Auch. Wenn der eine oder andere Leser über leicht abweichende Basisdaten verfügt und am Ende statt 9 Billionen 8 oder 10 Billionen rauskommen, ändert das nichts an der Logik, dass die Bundesbank falsch liegt mit ihrem Weckruf, dass die Banken auf den richtigen Weg kommen würden, sondern im Gegenteil, sie werden in jedem Jahr mehr und mehr brauchen.

Wenn der Geldmangel der Staaten weltweit von den Arbeitermassen auffällt, und bald, in wenigen Jahren, wird die Sonne die Staatspleiten an den Tag bringen, werden die Arbeitermassen die kapitalistischen Staaten und die Profitlogik hinwegfegen.

Dann wird Goldman Sachs und die Bilderberger nur noch Geschichte sein an die man nur noch mit Entsetzen denken wird. Wir sind Millionen und sie haben nur Millionen, aber nur wir können kämpfen.

Also bis zum nächsten Euro-Streik.

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