Die Finanzwelt ist nicht nur durchgedreht, sie ist Suizidgefährdet.

Norbert Nelte - 12.5.18 - Ökonomie

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Naja, dass sie durchgedreht ist, ist eine uralte Tatsache, sollte sich  eigentlich schon bei jedem rumgeprochen haben. Dr. Noll, Leiter einer Strafvollzugsanstalt hatte straffällig gewordene Psychopathen mit Tradern, Börsenhändler in Bezug auf Egoismus und Kooperation verglichen und es stellte sich heraus, dass die Trader bei dem Egoismus weit die absoluten Topreiter sind
.

Bei dem anschließenden Gefangenendilemmaspiel, bei dem man Gewinn machen konnte haben seltsamerweise die Strafgefangenen gewonnen, obwohl das doch der Job der Trader ist. Vielleicht haben sie ja hier gemogelt, um am Schluss nicht ganz so brutal auszusehen.

Wenn nicht, sollten die Banken sich das gut überlegen, doch besser die straffällig gewordene Psychopathen einzustellen und die Trader einsperren zu lassen.

Aber kurz vor dem Kollaps der gesamten Weltwirtschaft wetten mehrere Hedgefonds mit CDS (3:20)  (Gegenversicherung ohne Versicherung) auf die Pleite Griechenlands. Sobald Griechenland eine Rückzahlung nicht zahlen kann, wird der Betrag fällig.

Sie bekämen dann 1.500 Mal das gesamte Weltjahres BIP von 77. 451 Dollar (2014) x 1.500

= 116.178.000.000.000.000c (116 Trillionen und 178 Billiarden).

Wir alle wissen, dass das kann nie zurückbezahlt werden. Dieses Geld gibt es gar nicht. Deshalb macht diese Wette nur einen Sinn, um in dem letzten Crash von der Kapitalismus-Pleite abzulenken.
Die Herrschaften in den obersten Etagen der Bankhäuser können sich mental schon einmal auf ihren letzten Sprung vorbereiten. So haben den Kapitalismus Nachfolgern eine Arbeit abgenommen.

»Die "Jakobiner" des 20. Jahrhunderts würden die Kapitalisten nicht guillotinieren - ein gutes Beispiel nachahmen heißt nicht, es kopieren.  Es würde genügen, 50 bis 100 Bankmagnaten zu verhaften, die größten Meister im Plündern der Staatskasse und in dunklen Bankgeschäften. Es würde genügen, sie auf einige Wochen festzusetzen, um ihre Machenschaften aufzudecken, um allen Ausgebeuteten zu zeigen, "wer den Krieg braucht". Sind die Machenschaften der Bankkönige aufgedeckt, so könnte man sie freilassen, nachdem man die Banken und Syndikate der Kapitalisten und alle Unternehmer, die für den Staat "arbeiten", unter die Kontrolle der Arbeiter gestellt hat.«

W. I. Lenin: "Über die Volksfeinde", LW Bd. 25, Berlin 1972, S. 45


Norbert Nelte
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