Depression ohne Ende, immer tiefer – no End – No End – No End – bis zur Revolution!

Norbert Nelte - 16.04.2016 - Ökonomie

Die Reichen und der CIA können ihre New World Order Pläne vergessen. Auf allen Kontinenten leben wir schon in einer tiefen Rezession. Nur in Deutschland hat man die Statistik wie in den USA so genial gefälscht, dass alle Menschen sich in einem Boom wähnen. Die Arbeitslosenrate wird in den USA von mehreren Fachleuten auf 25% geschätzt. Auf allen Kontinenten wird Ausschau gehalten nach dem Land, was jetzt alle anderen retten kann.

Im Zug von Washington nach New York siehst Du keine Fabriken mehr, nur noch Ruinenlandschafen. „Notfall-Sitzung der US-Notenbank!“, jedenfalls ist die Prognose von 2,5% von der Fed auf 0,1% der Atlanta Fed gefallen. In China geht der Aktienkurs trotz Stützung nur noch zur Seite, während Südamerika kollabiert.

In Europa schaut alles auf Schäuble, doch der lässt nur verkünden, dass die Renten garantiert unsicher sind, währenddessen der Zinssatz für die Staatsschulden von Griechenland auf 9,37% gestiegen ist und der IWF jede weiteren Kredite ausschließt.

Aber in der Marktwirtschaft wird es keine Rettung mehr geben können. Die durchschnittliche Profitrate der Produktion ist in allen alten Industriestaaten unter dem Finanzmarktzinssatz gefallen und jetzt der Rohstoffbranche auch. Das heißt, man bekommt mehr Rendite, wenn der Unternehmer das Geld an Hedgefonds verleiht, als damit eine Produktionsfabrik aufzubauen.

Das kommt von dem von Karl Marx entdeckten „tendenziellen Fall der Profitrate“. Der Kapitalist arbeitet z. B. bisher sagen wir mit 100.000 Euro konstante Kosten für alle Maschinenabschreibungen und Fremdrechnungen und 120.000 Euro Löhnen. Er hat also 220.000 im letzten Jahr vorgelegt und damit 120.000 Euro Gewinn gemacht, also eine Profitratrate von 120.000 m / 220.000 (c+v), das sind sagenhafte 54,5%.

Da freut er sich und reibt sich die Hände. Aber der Konkurrent rationalisiert auch und würde ihn dann einholen. Also rationalisiert er auch und leiht sich von der Bank eine halbe Millionen Euro. Das steckt er in die Maschine und schreibt diesen Betrag in 10 Jahre ab. Er hat also zu den 100.000 Euro konstanten Kosten jetzt noch 50.000 Euro dazu, also gesamt 150.000 Euro konstante Kosten. Er spart nun aber 80.000 Euro Löhne dafür ein, hat also nur noch 40.000 Euro Löhne zu zahlen, zusammen 150.000 k und 40.000 v = 190.0000.

Sein Gewinn wird sich somit um die eingesparten 30.000 Euro steigen und die Profitrate auf stratosphärische 150.000 m / 190.000 c+v = 79% hochgejubelt. Da freut er sich auf das nächste Jahr. Während er noch ordentlich beim Händereiben ist, kommt sein Sohn ganz käseweiß nach Hause und berichtet aufgeregt, dass der Konkurrent die gleichen Rationalisierung wie er vorgenommen hat.

Heilige Scheiße, denkt er, Mist. Jetzt macht er nicht mehr die anvisierten Gewinne von 150.000 Euro oder 79%, sondern jetzt muss er mit dem Preis runter. Wieviel, das weiß er noch nicht, aber wir wissen es. Und zwar setzen die niedrigeren Kosten plus Mehrwert sich als neuer Preis durch. Das sind 190.000 Euro plus 40.000 Euro für den Mehrwert, wenn die durchschnittliche Ausbeutungsrate von 1 m / 1 v gleich 100% bleibt. Das sind ja nur noch 40.000 Euro zu 190.000 Euro, nur noch 21,0%, also muss er den Arbeitern das Weihnachtsgeld wieder wegnehmen, die Ausbeutungsrate von 100% wieder erhöhen.

Jetzt noch einmal das Ganze in einer übersichtlichen Grafik. Es ist hier alles in einem extremen Schritt dargestellt, der so stark natürlich nicht in der Realität vorkommt. Durch die Stärke aber werden die Bewegungsgesetze erst richtig deutlich.



Ein ehemaliger Direktor von Bayer hat in den 1970er zum Spiegel gesagt: „Ich verstehe das nicht, ich rationalisiere jedes Jahr, aber trotzdem fällt meine Profitrate“ Wir wissen es jetzt, gerade weil er rationalisiert hat und seine Konkurrenz auch. Es setzen sich dann immer die niedrigeren Kosten plus den Mehrwert als neuer Wert und damit auch als neuer Preis durch. Der Preis gravitiert nur um den Wert, wie Marx sich ausdrückt.

Die Profitrate war schon in den 1990 Jahren in den alten Industrieländern in der Produktion unter den Finanzmarktzinssatz gefallen.Die großen Konzerne haben schon 90% ihrer Gewinne mit Aktienpaket aus Rohstoffaktien, Bankaktien, Aktien aus Billiglohnländer usw. generiert. Inzwischen sind auch die Rohstoffmärkte und die Schwellenländer unten angekommen. China kämpft auch gegen die Rezession an, vergebens. Trotz ständiger Staatsunterstützung geht die Shanghaier Börse seit Jahreswechsel bei 3.000 Punkten nur noch zur Seite.

Die Superreichen um Rockefeller und Rothschild ahnen, dass es mit der Marktwirtschaft zu Ende ist. Daher planen sie ein Weltmonopol und lassen deshalb schon an einer Weltregierung mittels TTIP und CETA arbeiten. Sie beauftragten Thomas P.M. Barnett, in einem Buch die notwendigen Schritte dorthin zu entwickeln.

Barnett fasst die Überlegungen zu einem Weltstaat unter dem Begriff der Globalisierung zusammen. Als ersten Schritt fordert er, dass jedes Jahr 1.500.000 Einwanderer in Europa einwandern sollten. Das und CETA haben wir durch Merkel und Gabriel schon zugestimmt (CETA ohne Bundestag: Gabriel will Abkommen „vorläufig“ in Kraft setzen, TTIP und CETA: Gabriel will Fakten schaffen). CETA gibt die letzte endgültige Entscheidung in allen politischen Fragen, die sie betreffen, den Großkonzernen. Damit haben die Großkonzerne schon ihre Monopolstellung. Das Straßburger Europaparlament hat im vorauseilenden Gehorsam schon der Einführung von Glyphosat zugestimmt, weil bei einem Verbot natürlich Monsanto Europa über die CETA Schiedsgerichte sicher mit schweren Strafen erfolgreich verklagen würde. Damit haben wir schon Monopolismus in Europa und Nordamerika. Nun brauchen die Konzerne sich nur noch zum Frühstück treffen, um ihre Einflusszonen aufzuteilen.

Diese Aufteilung werden sie in dem Verhältnis festlegen, des letzten Umsatzes oder Vermögens des letzen Jahres in der „freien“ Marktwirtschaft. Das ist der Grund, warum die akkumulierten Gewinne, das Weltvermögen, 1982 so stark angestiegen ist. Bis dahin blieb das Vermögen unter dem Bruttoinlandprodukt. Es wurde das Kapital nur in mündelsichere Papiere angelegt. So habe ich das noch 1966 im Betriebswirtschaftsstudium gelernt. Dann galt das alles nicht mehr.

Ab 1982 wurde auf Deibel komm raus Vermögen zusammengescheffelt, um bei der Aufteilung des Weltmonopols vorne mit dabei zu sein. Heute ist es 3 halb mal so groß wie das BIP.

Der Grund für die Wirtschaftskrise ist der „tendenzielle Fall der Profitrate und dass jetzt die durchschnittliche Profitrate unter dem Finanzmarktzinssatz liegt, der Höhepunkt bei der Kapitalzusammensetzung schon erreicht ist. (Siehe Bild oben) Die jetzige Kapitalzusammenraffung ist nur eine Konsequenz daraus, die Auswirkung. Sahra Wagenknecht glaubt ja, dass die ständige Bankenrettung die Urasche der Krise wäre und glaubt, es bräuchte nur die Linke, und dann käme man wieder aus der Krise raus. Aber nein, die Bankenrettungen sind nur eine Auswirkung des durchschnittliche Profitrate, dass sie unter dem Finanzmarktzinssatz liegt. Der Grund ist das Ende der Marktwirtschaft.

Jetzt stellen die Reichen sich einen Weltstaat mit einem Weltmonopolismus vor. Aber das wird aus zwei Gründen gar nicht gehen. Erst einmal steht dem einen Weltkrieg vor, den niemand gewinnen wird und ganz bestimmt nicht die USA mit ihrer vorsintflutigen Militärtechnik.

Der zweite Grund liegt einfach in der Unmöglichkeit eines Weltmonopolismus. An wen soll der Weltmonopolist verkaufen? Er kann nur an seine Arbeiter und die Kleinbürger verkaufen. Dann muss er denen aber auch entsprechendes Geld geben. Das wird er aber schon einmal nicht, weil er kein Konkurrent hätte, der ihn bei beiden überbieten würde, Daran mangelt es grundsätzlich beim Monopolismus. Marx schreibt zur Profitrate:

»Die Profitrate, d.h. der verhältnismäßige Kapitalzuwachs ist vor allem wichtig für alle neuen, sich selbständig gruppierenden Kapitalableger. Und sobald die Kapitalbildung ausschließlich in die Hände einiger wenigen, fertigen Großkapitale fiele, für die die Masse des Profits die Rate aufwiegt, wäre überhaupt das belebende Feuer der Produktion erloschen. Sie würde einschlummern.« (Karl Marx, "Das Kapital," Bd. 3, Seite 269)

Weil das Monopol also keine Konkurrenz mehr hat, würde die Maschinenweiterentwicklung einschlafen. Die Entwicklung ist aber auch bei ihr wichtig, da das Monopol auch die Werte dem Wirtschaftskreislauf entziehen will, die der Arbeiter über seinen Lohn hinaus mehr produziert. Das legt er wie Dagobert Duck in Gold an und bewundert es von morgens bis abends. Tja Herr Rockefeller, das ist deine traurige Zukunft. Jede Weiterentwicklung würde einschlafen, auch in der Medizin, bei der Computertechnik, in der Physik, überall. Der Monopolist müsste das ganze schöne Geld, was er ab den Ausbeutung verdient, wiederum für die Kontrolle der Arbeiter einsetzen. Und was macht er bei einer Weiterentwicklung? Auch die Arbeiter entlassen? Dann wären da nur Zeltstädte.

Auch wenn der Monopolist einige andere Großkapitalisten noch zulassen wollte, würde das an der Situation nicht mehr viel ändern, sonst gibt es nur wieder eine Marktwirtschaft, und da geht gar nichts mehr.

In der Räterepublik hättest Du im Staat auch ein Monopol, nur das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir würden jegliche Weiterntwicklung nutzen für Arbeitszeitverkürzungen, nicht für Entlassungen. Entwicklungen gibt es bei uns, weil sie den Menschen zu Gute kommen, nicht dem Geldbeutel eines Kapitalisten. Da würde nie und nichts dem Wirtschaftskreislauf entzogen, da gäbe es keine Krisen und keine Kriege, für was auch. Deshalb wird uns die Zukunft gehören, nicht den Möchtegerngöttern aus dem Höllenschlund, die nur noch Rezessionen, Statistikfälschungen, Medienlügen und Kriege zustande bekommen.



Norbert Nelte
Internationale Sozialisten

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