Paris markiert den Übergang vom Kapitalismus zum Postkapitalismus.

Norbert Nelte - 20.11.2015 - Ökonomie

Der Abgang hat gleich mit einem Paukenschlag begonnen. Das erste Land Frankreich ist gleich nach den IS-Anschlägen in den verlängerten Ausnahmezustand gegangen, noch dazu den verschärften état d'urgence.Das bedeutet, dass alle Demonstrationen zum Klimagipfel verboten und die Grenzen geschlossen sind.

Das ist also für die Regierung schon mal rechtzeitig gekommen, die IS-Anschläge kamen also wie bestellt. Die ISler kamen auch ordentlich, wie sich das gehört, zu ihren Anschlägen, mit Sprengstoffgürtel und Ausweis, so dass man sie auch identifizieren konnte.

Auch rechtzeitig „fand am Morgen der Anschläge in Paris eine Notfallübung statt, bei der ein Szenario trainiert wurde, das dem glich, was wenige Stunden später Realität wurde“(Telepolis: Der trainierte Terror). Die Notfallübungen sind recht selten, aber hier fanden sie schon mal putativ statt, so dass bei den Anschlägen selber das Notfallpersonal direkt helfen konnte, in weiser Voraussicht sozusagen.

Telepolis weist auch darauf hin, dass diese weise Voraussicht auch bei den bekanntesten Anschlägen der „Islamisten“ zuttraf: „Die Gleichzeitigkeit für sich genommen ist wohl kaum mehr als ein ungewöhnlicher Zufall. Eine weitergehende Prüfung ergibt allerdings, dass vielen der bekanntesten Terroranschläge der letzten 15 Jahre in westlichen Metropolen (Paris 2015, Boston 2013, Norwegen 2011, London 2005, Madrid 2004, New York und Washington 2001) Notfallübungen unmittelbar voraus gingen, die oftmals auch noch einem Szenario folgten, das ganz ähnlich dann Realität wurde. Zumindest für einige der bekanntesten Anschläge ist das belegbar.“

Zurück zu Frankreich. Mit dem verschärften Ausnahmezustand (vergleichbar mit dem Notstand) können die Präfekten Versammlungen verbieten, dass heißt schon, dass eine Wahl auch nicht mehr möglich sein wird. Also die Le Pen wäre schon mal fürs Erste verhindert.

Der französische Premierminister Valls warnte "Terroristen bereiten Angriffe auf andere europäische Länder vor" Aus Frankreich kam auch die Warnung wegen des dann abgesagten Länderspiels Deutschland gegen Holland am 17.11. in Hannover. In Deutschland reicht in der Regel die Meldung, dass ein Anschlag verhindert wurde, um die Menschen kirre zu machen, in helle Aufregung zu versetzen. Ob das aber schon für die Ausrufung des Notstandes langt? Aber da gibt es ja noch die Anschlagziele in Berlin.

On the Free Kurdistan Group Webpage appeared this news update An ISIS fighter captured on the Turkish Syrian border had with him a map of Berlin detailing targets and places necessary for taking over the city. Ein ISIS Kämpfer, der an der türkisch syrischen Grenze ergriffen wurde, hatte eine Karte von Berlin dabei mit den Anschlagzielen. (Karte siehe oben).
Sicher wird die Regierung hier auch den Notstand ausrufen wollen, und dann können die Mächtigen in Europa  ohne viel Wind ihr ersehntes TTIP einführen. Dazu aber hat es scheinbar noch einige Tage Zeit. Frankreich hat nur mal wegen zur Verhinderung der Le Pen bei den nächsten Wahlen vorgelegt. Warum die Geldelite das TTIP dringend braucht, wenn sie weiter von unserer Geldschöpfung ca. 33% einbehalten wollen, habe ich in meinem letzten Artikel „Flüchtlingsmassen als Schutzschild für TTIP und Weltmonopol“ ausführlich erklärt.

Hier nur kurz soviel. Die durchschnittliche Profitrate in der Produktion sank in den alten Industrieländern schon in den 1990 Jahren unter dem Finanzmarktzinssatz. Die Konzerne schöpften in der Folge ihre Gewinne dann aus ihren Aktienpaketen, danach mit Hedgefondtricks und zuletzt mit direktem Diebstahl der Banken. Nachdem nun die Rohstoffpreise und die Schwellenländer auch im Keller sind, sind keine wesentlichen Profitraten mehr aus den Lohnabhängigen auszuwringen. Die Marktwirtschaft der konkurrierenden Produktionskonzerne funktioniert nicht mehr. Der Spätimperialismus wird jetzt mittels geheimen TTIP übergehen in den Postkapitalismus.

Das wird so geheim bleiben, dass wir noch nicht mal den Tag der Gültigkeit von TTIP erfahren. TTIP kommt einem Weltmonopolwirtschaftssystem gleich, in dem die Konzerne sich einen festen Preis und feste Kontingente absprechen. Aber das wird sich auf die 100 reichsten Leute beschränkenn, und die sitzen in Amerika: Ökonom Stieglitz: USA wollen mit TTIP die Weltwirtschaft steuern.

Das bedeutet natürlich auch eine weitere Schwächung von Europa: Unabhängige Studie: TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze. Neben einer Riesenanzahl an Arbeitslosenwerden die Löhne gedrückt auf ein Minimum: Studie: TTIP bringt Europa neue Welle von Lohn-Dumping. Es wird nicht mehr eine Welt sein, wie wir sie kennen, es wird eher vergleichbar sein mit „1984“ von George Orwell. Die Neuversklavung der Völker des Westens schrieb  Paul Craig Roberts, es ist die Barbarei, von allem das Schlechteste, aber da müssen wir durch, bevor wir in den 20er Jahren das Licht erblicken am End des Tunnels.

Oder Du bist mobil, dann mach Dich auf nach Argentinien, da wird der Schritt in den wirklichen Sozialismus von unten schneller vollzogen, in die basisdemokratische Arbeiterräterepublik.

Brecht TTIP alle Gräten
Alle Macht den Arbeiterräten!

Die postkapitalistische Produktionsweise

Aber: Über die Unmöglichkeit des Weltmonopols

Depression ohne Ende, immer tiefer – no End – No End – No End – bis zur Revolution!

 

Home

www.besucherzaehler-counter.de