Bitte anschnallen, Orkan voraus.

Norbert Nelte - 22.04.2015 - Ökonomie

Das Wachstum des Bruttosozialproduktes bewegte sich in Europa und auch weltweit Mitte 2013 gefährlich unter die Nullprozent. Die durchschnittliche Profitrate des Produktionsgewerbes war in den alten Industrieländern schon 1995 unter den Finanzmarktzinssatz gefallen, so dass für die Aktionäre selber keine Gewinne mehr über blieben (siehe Norbert Nelte: Trotz Miniaufschwung, Das Spiel ist aus - Nichts geht mehr 2. Die Grenzen des Marktes) . Die Konzerne legten sich ein Aktienpaket aus Rohstoffaktien, Finanzmarkt, Billiglohnländer usw. zu und erzielten daraus nun 90% ihrer Gewinne.

Der tendenzielle Fall der durchschnittlichen Profitrate aber setzte sich weiter fort, so dass die Aktienpakete nun auch 2005 versagten. Einen Wirtschaftscrash des Kapitalismus, ein Platzen der Blase, verhinderte man nur, indem man noch größere Blasen aufbaute. Konkret steigerten die US-Banken ihren Kreditumsatz derart, dass sie den Niedriglohnempfängern Kredite für einen Hauskauf aufschwatzten, den diese hätten gar nicht bezahlen können. Um die Kreditnehmer aber sogar im guten Glauben zu wiegeln, gaben sie zu dem Kredit gleich die ersten Rückzahlungsraten mit hinzu. Dieses windige moralisch kriminelle Geschäft musste natürlich auch nachdem die USA der Lehmann-Bank nicht wieder auf die Beine half, 2008 platzen, so dass das BIP im Frühjahr 2009 weltweit um 5% abstürzte.

Auch diesmal hört der tendenzielle Fall der durchschnittlichen Profitrate einfach nicht auf und alle Staaten haben sich nun bis über beide Ohren verschuldet. 4 Jahre danach stürzt das Bruttoinlandsprodukt wieder auf die Kellermarke zu. Deutschland hält diesen Absturz gerade noch auf mit hohen Lagerbeständen der fertigen Autos auf den unzähligen Autofriedhöfen, mit Eigenzulassungen von 34,2% aller angeblich verkauften Autos und der Vermietung von Fahrzeugen, so dass vielleicht nur wirklich 20-30% Autos der öffentlich der gegebenen wirklich verkauft wurden.
Auch in den Vereinigten Staaten haben sie schon lt. Dirk Müller (Video 6:24) 1,3 Monatsumsätzen auf Halde produziert, mehr als vor dem Lehmann-Crash. Ganz Europa wird so aufrecht gehalten, dass endlos Geld gedruckt wird, nicht nur für die Staaten, sondern auch für Banken und Konzerne. Ebenso in China, Japan und Amerika.
Also „löst“ man wieder das Blasenplatzen mit noch größeren Blasen. Griechenland ist schon so verschuldet, das es für die 10jährigen Staatsanleihen 12% Zinsen zahlen muss.

Am Mittwoch, den 15.4.2015, landeten die Schauermeldungen Schlag auf Schlag auf meinem Krisenticker: 15.4.15  Vorbereitungen auf griechische Pleite laufen. Wenn aber Griechenland den Euro verlässt und Pleite geht, schießen sich die Speulanten auf ganz Europa ein. So dämmert es Brüssel langsam: EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“ 17.4. Aber unser Obertrickser hat schon eine Idee: EZB soll weiterfinanzieren - Schäuble-Plan: Griechenland soll auch nach Staats-Bankrott im Euro bleiben am 16.4.15.

Nun wird es sicher eine Pleite: Griechischer Finanzminister konsultiert amerikanische Insolvenz-Anwälte 17.4.15 undGrexit immer wahrscheinlicher: Britische Wettbüros nehmen keine Wetten mehr für Grexexit an am 17.4.15 Bonds = 12,76%. Grexit: Die Zeit läuft ab Übersetzung aus USA. Kein Zahlungsaufschub! IWF-Chefin Lagarde lässt Varoufakis abblitzen 17.4.15. Zentralbanken in Südost-Europa verhängen Quarantäne über Griechenland 17.4.15. Kurzfristige griechische Staatsanleihen schießen in die Höhe, für 2jährige Staatsanleihen muss Griechenland jetzt 26% bezahlen.

Am 20.4.15 dann der Hammer mit Lagarde, Schäuble und allen Oberindianern: IWF: Schulden außer Kontrolle: Die Vorahnung eines perfekten Sturms. „Schon die kleinste Krise in der Welt kann zu einem Crash führen, fürchten die Finanz-Eliten. Lösungen haben sie keine. Ab sofort gilt das Prinzip „Rette sich, wer kann““. (DWN)

Diese Herrschaften geben eine Crashwarnung nur heraus, wenn sie sich ganz sicher sind, denn sie wollen nicht  unnötig die Bevölkerung scheu machen, das käme allen teuer zu stehen, die Spekulanten würden auch wie oben sich voll auf den Euro einschießen. Das wird also bald kommen, in wenigen Wochen. Nach dem Lehman-Crash hat sich Griechenland nicht mehr erholt, Spanien, Portugal und Italien nur geringfügig. Dieser Crash wird viel, viel, viel tiefer gehen, denn diesmal werden 20 weitere Blasen noch mit platzen, neben der europäischen Schuldenblase die Gelddruckblase (Inflation), die amerikanische Immobilienblase, die chinesische Geisterstädtebaublase, die Schattenbankenblase, die Statistiklügenblasen, die Derivatenblase, die Unterkapitalisierungsblase der Banken, die Privatschuldenblase, die Lagerhortungsblase, die normalen Bankenblasen, die Credit Default Swap-Blasen usw.

Diesmal werden viele weitere Staaten ein Dahinschleppen wie Griechenland mit unzähligen Betriebsbesetzungen erleben,  bevor der 3. und letzte Crash des Kapitalismus ihnen die erlösende Revolution und die richtige Demokratie, die Basisdemokratie der Arbeiterräte bringen wird. Die Streikräte der besetzen Betriebe brauchen nur wie in Leipzig zu einem gemeinsamen Spaziergang aufrufen, und schon sind die jahrtausend alte Knechtschaft abgeschüttelt. In der Erinnerung der freien Menschen aber wird aus dem dunklen Zeitalter der 7.000 jährigen Klassenherrschaften nur ein Augenzwinkern bleiben, ein lästiges Staubkorn.

Mach dich für die letzte Phase des Alptraums autark:

Wasser bevorraten
Sonnenkollektoren anschaffen. (Optimal 1.000 Watt pro Kopf)
Pumpernickel in Dosen, Nudeln, Waschpulver, Salz, Büchsen bevorraten
Kartoffelanbau in Kübeln oder Mülltüten in der Gärtnerei besorgen

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Crashwarnung auch von allerhöchster Stelle, der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank