Der nächste Crash wird wie ein Meteoriteneinschlag die 3. und letzte Runde der Todeszuckungen des Kapitalismus einläuten.

Norbert Nelte - 06.10.2014 - Ökonomie

Jeden Tag umrunden die Investitionsgelder auf der Suche nach profitablen Anlagemöglichkeiten vier mal die Erde, mit dem Hochgeschwindigkeitshandel könnten es auch tausend mal sein. Sie finden immer weniger, seitdem der Durchschnittsgewinn in der Produktion in den alten Industrieländern auf Null gefallen ist, sprudelnde Ankerplätze. Doch damit könnte jetzt Schluss sein, denn dieser Tage werden die Börsen von Hongkong und Shanghai miteinander vernetzt und damit könnten auch die Ausländer erstmalig über einen in Hongkong ansässigen Broker Aktien in Rotchina zu erwerben.

Die Profitrate in der Produktion war in Deutschland schon 1995 nach dem Ökonomen Robert Brenner auf 3,5% gefallen. Davon gingen noch die Bankzinsen ab und erst dann bleibt der reine Durchschnittsgewinn, der kaum über null Prozent gelegen hatte. Heute, 20 Jahre danach, dürfte diese Marke für die Produktion bei allen Altländern erreicht sein. Dazu hinzu kommt noch die Nullzinspolitik der EZB und der FED.

In China gab es noch in den Zeiten des Hochwachstums von 13% um 2010 herum eine Profitrate von 30%. 2014, bei einem Wachstum von 7% dürfte die Profitrate noch bei 10-20% liegen. Dennoch werden sich die Investoren mangels Alternativen wie die Heuschrecken auf die chinesischen Aktien und die verbrieften Kredite von chinesischen Lokalregierungen stürzen. Pro Jahr dürfen zwar nur 38,5 Mrd. von Ausländern in Shanghai gehandelt werden, aber dennoch ziehen die chinesischen Aktien mit ihren Renditen wie das Licht die Mücken.

Noch sind nicht alle Details genau festgelegt, beispielsweise „welche Kapitalertragsteuer zu zahlen ist und welche Stimmrechte ausländische Investoren haben werden“, berichtet die Welt. Das ganze ist aber eine Falle, denn die chinesischen Privatfirmen sind mit 150% vom BIP verschuldet, der höchsten der Welt, und die chinesischen Lokalregierungen mit rund 80% vom BIP. Dies dürfte aber nicht das Hauptproblem sein, da der Staat mit seinen Devisenreserven von 4 Billionen Dollar die Unternehmen noch lange wird auffangen können.

Das drängende Problem an Chinas Märkt sind die seit Juni 2014 fallenden Immobilienpreise, beschleunigt seit August, aufgrund der Leerstände von 84 Millionen Wohnungen. Man kann hier geradezu ein Countdown abzählen, wann diese Blase platzt. Spätestens im Sommer 2015, wahrscheinlich schon vorher, werden die Kredite nicht mehr genügend gedeckt sein. Bevor dann die gigantischen Schulden dann Schulden dann überhand nehmen, hat die chinesische Regierung eine Alternative überlegt.
„Und diese Alternative ist der Aktienmarkt – oder eben der Export der chinesischen Schulden nach amerikanischem Vorbild“  beurteilen die DWN. Nun wird eine Blase nach der anderen mitgerissen werden. Das ganze Schneeballsystem wird in sich zusammenfallen.

In Brüssel wird man eine Dauersitzung abhalten und über die Frage brüten, wie kann man Italien, Frankreich und die Ukraine mit seinen 200 Millionen Einwohnern retten. Die EZB, die Fed und die BoJ, die japanische Zentralbank werfen die Druckmaschinen an, so dass die Inflation schnell über 10% schreiten wird. Nach der 500sten zusammengebrochenen Bank werden die Banker sich der Gemüseanpflanzung zuwenden. Die Renten können nicht mehr ausbezahlt werden und ab dem 20. asymmetrischen Krieg gibt es für die Soldaten keinen Sold mehr, sondern die Erlaubnis, zu plündern.

Während in Südamerika die „Fabriken ohne Boss“-Staaten sich zu einem großen, den ganzen Kontinent umfassenden Arbeiterstaat mit einem basisdemokratischen Räteparlament zusammenschließen, zerfallen in der übrigen Welt die Staaten in kleine Warlord Fürstentümer, bis immer mehr Gebiete dort mit einer lohnabhängigen Bevölkerung sich dem „Fabriken ohne Boss“ Staat anschließen werden.

Diejenigen Gebiete aus Warlord Fürstentümer mit dem Anspruch einer Weltdiktatur werden immer mehr sich den Gottesstaaten sannähern. Wohl denen, die es schaffen werden, sich dem Weltstaat „fasinpat“ (Fabrik sine/ohne patron/Boss) anzuschließen.

Norbert Nelte
Krissenticker

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