Heuschrecken, Das letzte Aufgebot des Kapitals!
Finanzminister Steinbrück will mit den Private-Equitys ins Geschäft kommen!

Norbert Nelte - 18.10.2006 - Ökonomie

Am 22.6. traf sich Finanzminister Steinbrück ganz diskret mit Stan O’Neill von Merrill Lynch. Es wurden die Kaufinteressen der Heuschrecken an dem restlichen Staatseigentum sondiert. Dabei rückte neben Autobahn, Flughäfen und Bundesbahn die Telekom ins aktuelle Interesse. 20 Mrd. wird der Kassenwart für den restlichen 30%igen Staatsanteil an der Telekom wohl hingeblättert bekommen. Damit kann er die 5 Mrd. an die Reichen für die Senkung der Kapitalertragssteuer von 39 auf 30% und die zusätzlichen Kriege bezahlen. Für nächstes Jahr hat er noch die Eisenbahn im Angebot usw. (1) Da will die Regierung schon mal die DB zerschlagen lassen, damit sie sich leichter verhökern lassen kann. Dem steht aber die Eisenbahner-Gewerkschaft entgegen und Steinbrück wird hoffentlich statt €uros Sturm ernten.

Das Haus Blackstone besitzt schon über 2,7 Mrd. € Telekom-Aktien, das sind 4,5% des Telekom-Konzerns. Das haben sie nur mit 400 Millionen € Eigenkapital finanziert, 2,3 Mrd € haben die Banken geliehen. Wo Geld ist, fließt auch Geld hin. Der gesamte Aktienwert der Telekom liegt bei 55 Mrd.  Das wird Blackstone mit Hilfe des Investmentbanker von Merril Lynch zusammen mit anderen Private Equiti Häusern schultern, so, wie es sich zusammen im Konsortium mit den Häusern Apax, KKR, Permira und Providence für 12,7 Mrd. die dänische Exstaatstelefonunternehmen TDC unter den Nagel gerissen hat. Genau diese versuchen jetzt auch, erweitert um Cinven und Texas Pacific Group, mit 14 Mrd. die Portugal Telecom zu ergattern, alles Namen, über die wir in Zukunft noch öfters stolpern sollten. Die heutigen Anteils-/Eigner der europäischen Telefongesellschaften lesen sich wie die Einladerliste zum Festbankett der „Master of the Universe“. Da will der Vorstand der Telekom die Rendite auf 9% steigern und hauptsächlich über die Schließung vieler Call-Center 32.000 Arbeitsplätze abbauen, um sich den Private-Equitys anzubieten und vom Global-Player zum Universe-Player aufzusteigen. (2)

Die weltweit größten Private-Private-Equity-Häuser    Fond in Mrd. $

Blackstone                                                                   12,5
KKR                                                                          11,0
Apollo                                                                        10,5
Carlyle                                                                        10.0
Goldman Sachs                                                             8.5
Warburg Pincus                                                            8,0
Thomas H. Lee                                                             7,5 (3)

 

Der oben letztgenannte Master of the Universe, die TPG, ist von seinem Husaren-Ritt bei Grohe und Gate Gourmet den meisten Lesern der linkenzeitung.de schon bekannt. Beim Sanitärhersteller Grohe schmiss er von 4.300 Mitarbeitern gleich 1.200 raus. Grohe liegt in Münteferings Wahlkreis, weshalb dieser sich auch des Heuschreckenthemas annahm und damit heuchlerisch Wahlkampf machte. Heuchlerisch deshalb, weil seine Partei, die SPD, ja selber unter Schröder zum 1.1.2005 die Hedgefonds zugelassen hatte. Auf Drängen der deutschen Unternehmerverbände, weil sie in ihrem Portfolio noch Papiere brauchten, mit denen sie im Gegensatz zur lahmen Profitproduktion noch fett Kohle machen konnten und das normale Aktien-Wett-Casino auch nicht mehr das ist, was es einmal war. Durch die vielen Kriege lässt sich keine Einseifungsblase mehr aufpusten.

Bei Mobilcom sorgte TPG mit der Forderung nach der Auflösung der stillen Reserven dafür, dass der bisherige Chef Thorsten Grenz das Feld räumte. Das war sogar einem normalen Kapitalisten -Manager zuviel. Bei dem Bordverpflegungsunternehmen Gate Gourmet  wollte TPG Lohnkosten sparen.

„Personal Firmen wie Texas Pacific Group führen vor, wie der moderne Kapitalismus funktionieren soll. Systematisch werden alte Strukturen und Zusammenhänge zerschlagen. In London-Heathrow haben die Manager ganz offen erklärt, dass sie mit der zu neunzig Prozent aus asiatischen Menschen bestehenden Belegschaft nicht mehr arbeiten wollen. Daher wurden fast 800 am 10.8.2005 rausgeschmissen und neue Leiharbeiter in den Betrieb geholt. Denn die ArbeiterInnen hatten sich beharrlich geweigert, die neuen, verdichteten Arbeitsweisen zu akzeptieren.“ (4) Erst hatte die verzweifelte Belegschaft wild gestreikt, worauf TPG sie alle per Megaphon kündigen ließ und alle durch polnische und somalische Zeitarbeiter ersetzte. Nun solidarisierten sich die Beschäftigten von British Airways und streikten auch.

In Düsseldorf biss sie auch auf Granit. Die Kollegen dort zwang TPG erfolgreich in allen Forderungen in die Knie: „In Düsseldorf haben sich die ArbeiterInnen zwei Jahre lang eine extreme Produktivitätssteigerung gefallen lassen. Die Arbeit wurde soweit flexibilisiert, dass den Beschäftigten kaum noch ein soziales Leben blieb. Die Wut über diese Behandlung trägt den Streik, den sie am 7. April ein halbes Jahr lang energisch und entschlossen führen. Ihr Ziel drücken sie in einem Wort aus: „Menschenwürde". Hier geht es nicht um ein paar Lohnprozente, sondern in ganz existentieller Weise darum, wie wir uns gegenüber den maßlosen Ansprüchen der Kapitaleigner und Bosse behaupten können. Gate Gourmet geht alle an.“ (5)

Nun, Privatisierungen und verschärfte Lohndrückung erleben wir schon seit der Globalisierung in den 90er Jahren. Was also ist das neue an den Private-Equitys? Sie wollen eben nicht mehr die übliche Profitproduktion tätigen, sondern der Konzern selber wird zur Handelsware im Weltwirtschafts-Casino. Das Manager Magazin wird wohl ein unverdächtiger Zeuge sein bei ihren Machenschaften:

„Genügen klassischen Investoren 8 oder 10 Prozent Rendite pro Jahr, darf es bei den Herren der Private-Equity- und Hedgefondszunft gern das Doppelte oder Dreifache sein. Um die Performance zu steigern, ist den Anlageexperten nahezu jedes Mittel recht: Die Investoren ziehen Massen­entlassungen radikal durch, verlagern oder verkaufen wichtige Unterneh­mensteile und schrauben die Verschul­dung hoch. Langfristige Investitionen stellen sie vielfach in Frage oder gleich ganz ein, um das überschüssige Kapital an sich selbst auszuschütten.“ (6)

2,5 Billionen Dollar haben die Häuser zusammen mit den Hedgefonds schon angehäuft, mehr als das gesamte deutsche Aktienkapital von 1,6 Billionen. Der amerikanische und der britische Kapitalmarkt sind schon weitgehend abgegrast, da entdecken sie den deutschen Markt. Der ist nach Schröders Zulassung zum 1.1.2005 besonders interessant für die Spekulanten durch das deutsche buchhalterische Niederstwertprinzip, wonach nicht realisierte Gewinne nicht ausgewiesen werden dürfen. Wenn ein Konzern z.B eine Aktie in seinem Portfolio hat, die er für 100 €uro gekauft hat, die aber inzwischen auf 200 €uro an der Börse gestiegen ist, wird sie dennoch nur mit 100€ in der Bilanz ausgewiesen. Dies gilt entsprechend beim gesamten Vermögen, wie Grundstücke oder Gemälde, anders als im anglikanischen Raum.

Das bedeutet, dass der gleiche Konzern in Deutschland viel niedriger bewertet wird, als er in den USA bewertet werden würde. Dazu kommt noch, dass in Deutschland Eigentümer vom Gesamtbestand der Aktien  nur 14,7% private Haushalte sind. In den Vereinigten Staaten sind das aber 27%. Durch diese beiden Tatsachen – die bilanzierte niedrigere Bewertung und die geringere Nachfrage -  sind die Aktien für die Spekulanten hier viel günstiger zu kaufen. Deutschland ist geradezu ein idealer Markt für die Heuschrecken mit seinen für amerikanische Verhältnisse unterbewerteten Unternehmen

Bei dem Telekom-Deal werden die Private Equitys den Konzern in seine Einzelteile zerlegen. Wenn sie den Konzern für 55 Mrd. kaufen, werden sie ihre Investition allein nur durch den Verkauf der amerikanischen Töchterunternehmen wieder reinkriegen. Sie werden vorher die Betriebe aber noch durchrationalisieren, Tausende entlassen, die stillen Reserven und den Pensionsfonds auflösen, die liquiden Mittel entnehmen, staatliche Unterstützung gegen die drohende Insolvenz beantragen und die auch noch auf das eigene Konto sicher stellen und den Rest verscherbeln, das gibt noch einmal 30% Rendite. Zum Schluss wird das ganze noch einmal bei dem Bonner Hauptunternehmen durchgeführt, so dass von den 120.000 Arbeitsplätzen vielleicht noch 60.000 übrig bleiben.

„Auch die immensen Schulden des Badeausstatters hält Dechet [TPG-Manager] nicht für ein Problem. Private-Equity-Gesellschafen finanzieren ihre Akquisitionen auf Pump, Zinsen und Tilgung muss das gekaufte Unternehmen schultern. Der ehemals solide Mittelständler Grohe, der von einem Finanzinvestor weitergereicht  und auf diese Weise zweimal mit Finanzkapital vollgepumpt wurde, ist heute mit über einer Milliarde verschuldet. So wird für den neuen Eigner ein überharter Sanierungskurs geradezu zur Pflicht – eine durchaus gängige Variante dieser nackten Form des Kapitalismus.“ (7) Also werden noch einmal 1.200 Kollegen entlassen. Der Kapitalismus lässt seine Maske fallen. Die „Master of the Universe“ entpuppen sich als „Master of Destroy“ – Meister der Zerstörung.

Wir dürfen nicht glauben, dass diese Machenschaften der Heuschrecken Randerscheinungen sind. Der Investor und Vermögensverwalter Goldman-Sachs hat wie eine Tentakel schon Anteile und Vertraute in allen Vorständen oder Aufsichtsräten deutscher Großfirmen: Deutsche, Dresdner und DePfa Bank, Commerzbank, Allianz, Hannover Rück, McKinsey, Deutsche Post und Börse, Audi, BMW, VW, Metro, Karstadt/Quelle, Adidas, Infinion, Henkel, Bayer, RWE und, und, und. „Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman-Sachs ansehen.“ lautet das Urteil im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. (8)

Zum Vorschein kommt nur verbrannte Erde. Es ist überhaupt nicht verständlich, wie man als vermeintlicher Arbeitervertreter sich noch die Gedanken des Kapitals machen kann. Lafontaine sagt selber, dass aus der Profitproduktion nur noch 5% der Gewinne kommen, 95% kommen aus dem Finanzmarkt. Deshalb kann man nur in eine Regierung gehen, die diesen Spuk beenden will.

Nur noch mit der Zerschlagung der Arbeitsplätze verdient das Kapital gute Profite und sie finden noch nichts mal dabei. Dechet vertraut der Leserschaft vom Manager Magazin an, in der Hoffnung, es handele sich dabei nur um kompetente potenzielle Investoren, dass „Sein Fonds letztlich bloß ein Katalysator sei, der den ohnehin nötigen Strukturwan­del vorantreibe. Bei Grohe etwa ver­lagern wir nur Teile der Produktion dorthin, wo auch die Nachfrage ist: ins Ausland. Marketing und Forschung blei­ben hier und werden sogar ausgebaut. Dass die meisten Jobs in der Fertigung steckten, sei eben nicht zu ändern.“ (9)

Arbeit gibt’s dann nur noch für 10% Ingenieure, die restlichen 90% werden dann aussortiert. Die Wirtschaft läuft dann wie geschmiert, der Mensch ist überflüssig. Dann fehlt nur noch der durchrationalisierte Roboter-Käufer. Der TPG-Manager hat ja nicht davon gesprochen, dass es wieder aufwärts gehe, wie das immer die Politiker uns weismachen wollen. Die können doch auch lesen, oder? Das beweist, dass Merkel, Schröder und Co. uns immer über diesen Fakt bewusst anlügen, dass sie selber gar nicht mehr an die Märchen der „Arbeitsplätze durch Lohnverzicht“ glauben.
 
Die Profitproduktion ist am Ende. Der größte Konzern der Welt, General Motors, steht vor dem Aus. Vor einem Jahr rettete ihn noch der Investor Kirk Kerkorian mit dem Kauf von 900 Millionen $ GM-Aktien. Nun schwächelt GM wieder und Kerkorian verlangt die Fusion mit Renault und Nissan, mit Renault als Chef, denn nur von dort kann GM saniert werden. Das wird 30 bis 50.000 Arbeitsplätze kosten. Ob GM überhaupt noch zu retten ist und Renault in den Untergang nicht mitreißt, bleibt die Frage. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken. Entsprechend sieht das mit Ford und dem größten Teil der amerikanischen Industrie nicht viel besser aus.

Boston, der Sitz von GM und Ford, sieht heute schon in manchen Teilen aus wie eine Geisterstadt. Wolkenkratzer mit Fensterhöhlen, Bretterhütten auf den Randstreifen der Ausfallstraße und Gestalten, die sich gerade die Spritze gegeben haben und in ihrem Loch ihren Rausch ausschlafen wollen.

Im April 2006 kauften Ausländer nur für 47 Milliarden $ netto amerikanische Anleihen. Das wären aufs Jahr hochgerechnet nur 564 $. Wie die USA da den nach Schätzung des IWF zu erwartenden Leistungsbilanzdefizit von 864 $ decken will? Da werden sie um weitere Zinserhöhung nicht drum herumkommen und der Senat darf bald die Zahlungsunfähigkeit des Weltherrschers feststellen.

Bei VW sollen 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, Telecom 32.000, Allianz 8.000, wie viele sind es bei Mercedes und wie viel nimmt das Kündigungskarrussel diesmal bei Siemens mit? Die Arbeitslosenzahlen werden immer dreister gefälscht. Sie wären im Juli um 12.000 gesunken, weil die 1 € Jobs gestiegen sind. Ja, sind das keine Arbeitslosen? Ist das schon ein feststehender Bestandteil des Kapitalismus? Also ist hier schon der „freie“ Arbeitsmarkt aufgehoben, eine Zwangsarbeiter-Diktatur.

Schon in den 90ern hat das Kapital zur Kapitalakkumulation seinen Schwerpunkt weg von der Profitproduktion auf den Shareholder-Value-Kapitalismus verlegt, dem großen Wettgeschäften an den Aktien- und Warenhandelsterminbörsen. Nun verspricht das auch nicht mehr viel und man bedient sich der Heuschrecken, die ihren Sinn darin sehen, die Zerstörung zu beschleunigen, die Kollegen auf die Straße setzen, die Betriebe überschulden, die liquiden Mittel rausziehen und letztlich die Firma in die Insolvenz führen.

Warum lässt der Staat als ideeller Gesamtkapitalist diese Zerstörung zu und arbeitet sogar den Zerstörern noch in die Hände? Damit zeigt er doch, dass er selber an sein Wiederaufschwungsgefasel nicht mehr glaubt. Nur die Allergrößten werden sich im Vandalismus eine große Burg bauen können mit einer großen Dorfmauer als Abwehr gegen die anstürmenden „Hartzer (IV) Banden“. Wirtschafs-Diktaturen mit Warlords. So stellen sich die Geldsäcke die Zukunft vor und haben schon mal in Amerika solche von Extra Securities  bewachten erst noch nur umzäunten Reichenviertel Modelle in vielen Städten aufgebaut. Wer am schnellsten und am meisten zerstört, bekommt die größte Burg. Aber diese Überlegung wird die Konkurrenz im Atomblitz enden lassen. Die Elite weiß von dem Ende der Marktwirtschaft. Aber statt zum Insolvenzrichter rennen sie von einem „Wohltätigkeitsball“ zur nächsten Party und träumen ansonsten von ihrer Burg oder Tonkriegerarmee. Wie bei der Inflation 29. Nur damals stand die Profitrate in der Produktion noch bei 20%. Heute steht sie bei 3,5% und die Grenzen des Marktes sind erreicht.

Nein, liebe Telekom-Kollegen. Es ist ziemlich klar, was Steinbrück und die Aufkäufer mit Euch vorhaben. Zerschlagung des Konzerns, um die Einzelteile besser Zerrupfen und Verscherbeln zu können. Armut und Zukunftslosigeit plant er für Euch. Da könnt Ihr nur den Gate-Gourmet-Kollegen nacheifern. Konsequenter Kampf um jeden Arbeitsplatz und die Ablehnung jeglicher Logik des Kapitals. Die Eisenbahner und ihre Gewerkschaft führen bereits vor, dass sie nicht bereit sind, die Zerschlagungen hinzunehmen. Nur gemeinsam seid ihr stark. was die 120 Kollegen von Gate Gourmet geschafft haben, schafft ihr mit 120.000 Kollegen schon lange.



1 Vgl. Wirtschaftswoche Nr. 27/2006, Ein neues Monopoly
2 http://members.aol.com/sozabc/060208.htm
   (In der Frage aber, dass die Rendite von 9.0% viel höher sei als früher von vielleicht 2%, irrt Genosse Conrad Schuhler vom Münchner ISW. Vielmehr verhält es sich umgekehrt, dass die Rendite tendenziell gefallen ist, da ja die einzigste Quelle des Mehrwerts, die Arbeit, anteilsmäßig im Warenwert immer mehr zurückgeht. Dies haben wir in dem II. Teil von „Rohstoffkriege und Sozialdemontage“ dokumentiert. http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/754/32/)
Vgl. auch http://www.kein-blut-fuer-oel.de/marktende/BUECHER/NORBERT10.PDF
Conrad Schuhler hatte schon früher die Marxsche Theorie vom tendenziellen Fall der widersprochen.
Siehe: http://www.kein-blut-fuerr -oel.de/marktende/BUECHER/NORBERT11.PDF
Damit aber schafft er Illusionen wie in seinem letzten Satz des Telekom-Referates ausgedrückt wird, als ob man durch eine höhere Moral und gutem Willen wieder zum kapitalistischen Sozialstaat zurück könne. Damit entstehen die Gedanken über das „liebe Kapital“ eines Oskar Lafontaines.
Nein, die desaströse niedrige Profitrate, die Grenzen des Marktes, das Ölmaximum, die Überschuldung der Staaten usw. führen unweigerlich zur verbrannten Erde in den Betrieben und bei der Politik mit anderen, militärischen Mitteln. Die sonstigen Schlussfolgerungen aus dem Fehlgehen bei der Profitrate, die Notwendigkeit des konsequenten Kampfes der Kollegen, sind natürlich die gleichen wie die des authentischen Marxismus (in dieser Frage.)
3 Manager Magazin 3/2006, Unter Heuschrecken, S. 44
4 Ebda., S.44
5 Aus dem Soli-Flugblatt von dem Streik bei Gate Gourmet “Gegen den Terror der Arbeit und das Diktat des Geldes“
Vgl. auch http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/gast/ggduess.html
6 Ebda.                                              
7 Manager Magazin, 3/2006,  Unter Heuschrecken, S. 42
8 Capital, 15/2006, Bye, bye, Amerika
9 Manager Magazin, 3/2006,  Unter Heuschrecken, S. 46

Norbert Nelü
Internationale Sozialisten

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