Serie "Die Finanzkrise"
2.2. Je kaputter die Marktwirtschaft, desto mehr Kriege!

Norbert Nelte - 07.03.2013 - Ökononomie

Wer hätte während des Vietnamkrieges gedacht, dass wir 4-5 Kriege 2013 gleichzeitig haben und es werden immer mehr. Je größer die Zusammensetzung des Kapitals ist, ist nicht nur die durchschnittliche Profitrate umso niedriger gefallen, sondern nehmen auch die Staatsschulen zu und die Kriege.
Das hat mehrere Gründe.

  1. verlieren die Staaten immer mehr profitable produzierende Branchen und begeben sich auf direktem Raub von Rohstoffen, wie es manchmal auch direkt zugegeben wird, so z.B. von Ex-Kriegsminister Struck am 11.4.2004 (aus einem Redemanuskript lt. Monitor 2006 zum 2. Weißbuch): „Moral und Geschichte reichen sicherlich nicht aus, um in jedem Einzelfall über sicherheitspolitisches Engagement zu entscheiden. Andere Faktoren müssen hinzukommen, (…) Dazu gehören auch (…) der Schutz der Energie- und Rohstoffversorgung.“

  2. Allein nur die Rüstungsindustrie kann ein Land wieder aus der Rezession holen. Bei der Krise von 1929 halfen auch keine Konjunkturprogramme, nur durch die Zerstörung durch den 2. Weltkrieg konnte die Wirtschaft weltweit wieder von vorne losgehen. Und so war das mit dem deutsch-französischen Krieg und dem 1. Weltkrieg genauso. Eine Ausnahme bildete 1982. Hier erreichte der Putsch Genscher mit Kohl zusammen mit einer massiven Lohnkürzung bessere Wirtschaftswachstumsraten und einen kurzen Anstieg der Profitraten, die 2013 schon wieder in der Produktion knapp über Null liegt.. Der Warenkorb der Arbeiter wurde aber seitdem auch nicht mehr vollerä


Allein die Rüstungsindustrie war in Deutschland 2012 die letzte Boom-Branche. Durch den Irakkrieg konnte das Bruttosozialprodukt in den USA um 2% gesteigert werden. Der Afghanistan-Krieg, der Irak-Krieg, Somalia- und Gaza-Krieg, der Drohnenkrieg in Pakistan, der Syrien-, der Libyen- und der Malikrieg, sie alle zeigen aber, dass durch die ganzen Einzelkriege keine weiteren BIP-Steigerungen mehr erreicht wurden, dass also letztlich für eine grundsätzliche Entschuldung ein Weltkrieg notwendig wäre, aber natürlich würden die niedrigere Kapitalzusammensetzung sowie die noch nicht kapitalisierten Märkte einer solch barbarischen Politik nicht wieder zu einem wirtschaftlichen Neuanfang führen. Ein Weltkrieg im Atomzeitalter würde die ganze Menschheit 32mal auslöschen.

Also ist eine Entschuldung in dem Kapitalismus nicht mehr möglich, nie mehr wird es eine ausgeglichene Marktwirtschaft geben, das geht nur noch mit einer wirklichen Planwirtschaft von unten.

Der Krieg gegen Afghanistan wurde von Bush dann erklärt, nachdem der Einkaufsmanager-Index schon seit 1½ Jahren gefallen war. Er ist der früheste Indikator und kündigt schon ½ Jahr vorher an, wo das Bruttoinlandprodukt sich hin entwickelt. Dieser Index fiel also erst, und dann kam der Angriff auf Afghanistan, nicht umgekehrt, wie es immer wieder kolportiert wird. Erst nach dem Fall des EMI kam die prachtvolle Inszenierung, da war bestimmt ein guter Hollywood-Drehbuchautor zugange, der reinste Spionage-Reißer.

Wir sehen, das BIP (GDP orange) hielt sich durch den Krieg mehr oberhalb von dem EMI-Index (blau). 2009 fielen dann beide in den Keller noch tiefer als vor dem Afghanistan-Krieg trotz noch eines 2. Krieges gegen den Irak. 2013 steht er schon wieder auch bei 45 wie vor dem Angriff auf Afghanistan und hat den Keller von 2009 bald wieder erreicht.

3.Ein Krieg lässt sich gut zur Ablenkung von der Krise benutzen, dem Feind wird schnell die Schuld für die hohen Schulden untergeschoben, wie das ja mit dem Afghanistan-Krieg und dem Einkaufsmanagerindex schon passiert ist.

Aus all diesen Gründen werden jetzt bei der hohen Verschuldung der Industriestaaten die Kriege weiter zunehmen. Ein Krieg muss ja schon allein deshalb geführt werden, um die Waffen zu testen.

Es sind gerade die alten Industriestaaten in Europa, die USA und Japan, die die hohen Schulden haben von 100 bis weit über 200% vom Bruttoinlandprodukt. Sie retteten damit hauptsächlich ihre großen Banken und internationalen Konzerne. Weil eben in den alten Industriestaaten in der Produktion die Profitraten schon weit unter dem Finanzmarktzinssatz lagen, mussten die Banken über ihre Fonds für die internationalen Konzerne 90% dessen Profite erwirtschaften. Das galt nicht so sehr für Australien und Kanada, da hier die hauptsächlichen Profite mit Rohstoffen erzielt werden und hier die durchschnittliche Profitrate lange nicht so gefallen ist wie in den alten produzierenden Industriestaaten.

Für die Banken und Konzerne mussten die alten Indusstie-Staaten letztlich in der Hauptsache das Geld aufbringen, dafür haben die Staaten sich derart verschuldet, nicht für die Sozialhilfe.

Inzwischen hat die Verbraucherinflation in den „Vereinigten Staaten“ schon inoffiziell um die 10% erreicht (auf 1980er Basis, in Europa gut um die 5,8%. Offiziell liegen die Indizes natürlich viel niedriger, da sie hedonisch und mit falscher Warenkorbgewichtung berechnet wurden. Entsprechend sind die Wachstumsindizes falsch ausgewiesen worden, da ja das nominale BIP noch um den Preisindex geteilt wird, um das neue reale BIP mit den alten BIP vergleichen zu können.

Das heißt, dass das Wirtschaftswachstümchen von 0,5% in Deutschland in 2012 in Wirklichkeit schon eine leichte Rezession gewesen war. Offiziell war das BIP im IV. Quartal schon um 0,6% geschrumpft. Auch die Schulden von Deutschland betragen schon viel mehr als die angegebenen von 81,5%, es fehlen einfach die Schulden der Bankenbailouts der Finanzmarktstabilisierung SoFFin, sie gehören auch zu den öffentlichen Schulden. Auch die Refinanzierungskosten sind bei den Schulden des Statistischen Bundesamtes nicht ausgewiesen worden. Rechnet man diese Beträge noch hinzu, kommen wir inzwischen leicht über 100%.

Noch schlimmer sieht es in Europa, Amerika und Japan aus. In China rechnet man jederzeit mit einem Platzen der Immobilienblase. 64 Millionen Wohnungen stehen dort schon leer. Jeden Monat flüchten 10.000 reiche Chinesen nach Kanada. Dort steht auch eine Immobilienblase vor dem Platzen. Das ganze System besteht nur aus Blasen. Z.B. beim ESM, kein müder Euro ist darin und  es zogen die tapferen Schneiderlein mit einer riesigen Luftpumpe nach Brüssel und pumpten den großen ESM so voll, dass er in den Himmel aufstieg, alle Investoren vor ihm niederknieten und ein Hallelujah das Firmament erfüllte: „Großer Zardoz, der Du uns errettest, wir werden Dir folgen.“

Und es geschah aber nach der Zeit, sie nannten es Wahl, als die ersten ihr Geld zurück brauchten, aber da fanden sie in Zardoz nur Luft und Waffen.

Oje, wenn sie das entdecken, werden alle Zinsen für die Staatsanleihen in den Keller plumpsen, dann wird eine Blase nach der anderen platzen, die gefälschten Schulden, das gefälschte BIP, die gefälschte Inflation, das Geldducken, und und und.

Am Ende wird das Jahr 2013 in vielen Gebieten so aussehen wie heute in Suez.
Aber noch kaufen manche Chinesen die dicken deutschen Autos, aber wenn dann etwa ab 2015 die Immobilienblase in China platzt, werden die alten Industriestaaten sich zur Vorhölle verwandeln, in der die Menschen übereinander herfallen. Wohl diese Länder, in der schon heute wie in Spanien, Griechenland oder Ägypten, in Frankreich, Italien, Tunesien, Libyen  oder Israel, die Arbeitermassen ihre herrschende Klasse davonjagen werden.

Die herrschende Elite wird dann ihre Macht schwanken sehen und alles versuchen,  von der Krise mit allen Mitteln abzulenken, und das macht sie schon seit 10 Jahren sehr erfolgreich für das Kapital. Ich möchte nur auf das Buch „Der Angriff. Wie der islamistische Terror unseren Wohlstand sprengt“ von Ulrich Schäfer hinweisen, auf das der Spiegel extra propagandistisch extra hinwies. In dem Buch behauptet doch der Autor allen Ernstes, „Die erste Verbindungslinie: Das ist die Politik des leichten Geldes, die Schwemme an US-Dollar und Euro, mit denen der Westen nach dem Angriff 2001 die Wirtschaft in Gang zu halten versuchte“, als ob die globale Krise durch die Moslems ausgelöst wurde.

  1. Die Krise wurde aber durch die niedrige Profitrate ausgelöst, weshalb das Kapital das mit den Bankenrettungen zu kompensieren versucht.
  2. Ihre „Hunderte erfolgreicher und versuchter Anschläge“ der al-Quaida ist meist nichts anderes als selbst inszenierte Anschläge der westlichen Geheimdienste. Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge und dazu gehört ihr Buch auch, Mr. Schäferschreiberling.

Wir selber hatten ab 11.9.01 in Köln eine bekannte kleine Antikriegsgruppe „Kein Blut für Öl“, die jeden Montag gegen die Kriege in Afghanistan, Irak, Gaza und Somalia einen Mahnmarsch rund ums Amerikahaus durchführte. In unsere Gruppe nahm auch ein österreichischer Geheimagent teil. Nach den Sitzungen nahm er immer die neuen jungen Leute beiseite und bearbeite sie: „Hier, wollt ihr nicht Waffen haben? Ich kann Euch auch Bomben beschaffen oder du kannst ein Terrorcamp in Syrien besuchen, da habe ich gute Beziehungen.“ Das kann die ganze Gruppe bestätigen, weil auch die anderen das mitbekommen haben.

So ist das auch bei vielen Anschlägen oder Anschlagsversuchen passiert, ein Geheimagent, der den Plan erstellte und 2,3 Jüngelchen, die sich belatschern haben lassen, oder ein Doppelagent. Die Taliban wurden gegen das russische Militär vom CIA aufgebaut, dafür hat der CIA Hubschraubeweise Koran nach Pakistan geflogen. Nun hat sich der Zauberlehrling verselbstständigt und fällt seinen Meister in den Rücken.

Aber wenn zwischen den USA und den Gruppen um die al-Quaida Interessensgleichheit besteht, dann arbeiten sie wieder zusammen, dann sind es gute Terroristen, wie jetzt wieder die „Verteidiger des Glaubens“ in Syrien, die aus Saudi-Arabien kommen. Sie werden gegen Assad von Amerika bewaffnet, während ihre Parteifreunde in Guantánamo gefoltert werden.

Nasser hatte ab 1954 Nach seiner Machtübernahme die Muslimbrüder verfolgt. Er vertrat dann den Panarabismus. Nassers „Drei-Kreise-Theorie“ begründete eine Führungsrolle Ägyptens sowohl in der arabischen als auch in der afrikanischen bzw. der islamischen Welt.

König Fahd von Saudi-Arabien hatte daraufhin Spannungen mit Nasser, weil dieser auch die Republikaner unterstützte. Sein Nachfolger „König Abdullah bemüht sich dementsprechend, das traditionelle Bündnis aus Thron und Kanzel als eine besondere Stärke des Systems darzustellen. Andererseits erfordert diese Koalition immer wieder Konzessionen an das religiöse Establishment, die hinzunehmen im internationalen Kontext zusehends schwieriger wird.“ (Wiki) Er hatte also ein Zweckbündnis mit den fundamentalen Waabiten geschlossen, die in Mekka und Medina sitzen. Daher kommen auch die al-Quaida, die Salafisten und die „Verteidiger des Glaubens“.

Die USA schauen dabei zu, da sie ja die Ölquellen in Arabien in Ruhe ausbeuten wollen. Die liberalen Moslems schauen auch dabei zu, warum sollten sie es auch besser machen, denn sie wollen ja noch nach Mekka pilgern. Die Saudis erpressen die islamische Welt mit Riesen Geldgeschenken. Damit machen sie alle Moslems von sich abhängig. Es kann das ägyptische, ja alle nordafrikanischen Probleme nicht gelöst werden, wenn dieser Punkt nicht infrage gestellt wird und Amerika nicht aus Arabien gejagt ist.

In Syrien arbeiten sie prächtig wieder mit den Gottesstaatlern zusammen. Erst in Guantanamo foltern und in Syrien ist man wieder gut Freund. Na ja, ich verstehe das nicht, das ist eben die Logik des Kapitalismus. Die sunnitische al-Quaida hat dort schon eine Sprengung einer schiitischen Moschee in Aleppo und einen Bombenanschlag gegen eine schiitische Moschee in Damaskus mit 13 Toten durchgeführt. Aber gut, mit ihnen arbeitet Amerika verdeckt schon gut zusammen, das ist ja auch für sie normal, so konnten sie Assad die Bombardierung der Moschee unterstellen. Jetzt will noch Israel in Syrien einmarschieren, um gegen die sunnitische al-Quaida die Pufferzone auf den Golan Höhr um 16 km zu verbreitern.

In Libyen hat die USA verdeckt gut mit der al-Quaida zusammengearbeitet und Gaddafi gejagt. Aber irgendwas ging da schief und es landete eine Rakete in der US-Botschaft von Bengasi und 3 Botschaftsangehörige starben. Eine Untergruppe von al-Quaida hatte sich selbständig  gemacht und schon war der Zauberlehrling nicht mehr einzukriegen.

Vor seinem Tod hat  Gaddafi noch prophezeit, dass, wenn er stirbt, man in ganz Nordafrika es mit den Fundamentalen Religiösen zu tun bekommt. Klar, er hat wie Nasser die politisch Religiösen verfolgt.
So geht das weiter in Mali und bitte, es geht ja schon in Niger weiter (USA schicken Drohnen in Malis Nachbarland Niger) und die deutschen wollen jetzt auch mitmischen. Der Drohnenkrieg ist so praktisch, da braucht man noch nicht mal einen Krieg erklären, keine Fluganmeldung und es gibt noch keine Kennzeichnungspflicht des Fluggerätes. Es haben schon über 52 Staaten diese Roboter-Soldaten. Da beraucht man nur hinter seiner Playstattion zu sitzen und auf Tilt drücken. (Bild: Deutsche Soldaten lernen das Tilt-Töten von israelischen Gameplayern) Die Yankees haben das Töten übrigens gelernt mit einem Killerspiel. Aber das schützt vor dem Irrewerden nicht. Der Pilot, der die Hiroshima Atombombe flog und selber noch nicht einmal einen Knopf drückte, landete auch in der Geschlossenen. Aber was ist, wenn die al.Quaida oder die Nazis auch Drohen haben und damit über den Reichstag fliegen und Bomben abwerfen? Also  bitte, das liegt nicht im Bereich unserer Überlegung.

Aber halt. Was wird hier in Mali eigentlich gespielt? An der Front durften keine anderen europäischen Armeen helfen und Journalisten wie Fotoreporter durften auch nicht an die Front. Es gibt auch keine Frontberichte von der französischen Armee, vollkommen unbegründet und überflüssig. Die USA mischen da auch mit, verdeckt mit der al-Quaida, wie in Syrien. Oder geht es mehr darum, die Chinesen in Afrika am weiteren Vormarsch zu hindern? In Mali selber geht es um Öl, Kupfer, Uran und Gas und China. Sie sind der größte Handelspartner von Mali und das will Frankreich mit seinen 58 Atomkraftwerken wieder werden, es braucht das Uran.

Damit kommen wir auf den Hauptpunkt. Es geht letztlich bei allen Vorkriegen wie Afghanistan, Syrien oder Mali immer um den entscheidenden Schlag der USA gegen China. Afghanistan kreist mit Taiwan, Südkorea und Japan China ein und bildet ein gutes Aufmarschgebiet für die Yankees. Syrien ist das Vorgeplänkel für den Iran und dieser Kriegsplan wiederum ein Vorgeplänkel für China. „Wir müssen wieder die Muskeln gegen China spielen lassen“ spielen lassen, forderte ein wichtiger demokratischer Abgeordneter.

Amerika duldet es nicht, dass irgendwo in der Welt ein Konkurrent entsteht, oder auch nur lokal wie jetzt China. Da gibt es eine unbewohnte Insel in Taiwan, in deren Umgebung Ölvorkommen vermutet werden. Ein Japaner hatte sie gemietet. China meldet auch seinen Anspruch an und überfliegt die Insel mit einem Militärflugzeug. Daraufhin droht Japan, dass bei einer Wiederholung sie mit Leuchtmunition auf das Flugzeug zu schießen. Daraufhin antwortet China in der Parteizeitung ’People’s Daily’: „Euer erster Schuss ist auch euer letzter“. „China ruft Bürger auf, sich auf das Schlimmste vorzubereiten“. Es flammen auch immer mehr lokale Konflikte auf.

Israel möchte am liebsten gestern schon in Syrien einmarschieren. Aber letztlich ist klar, dass man dann schnell die Riesenarmee vom Iran im Nacken hat, und da dies auch Beobachterstaus im Shanghai-Bündnis (SOZ) hat, hat man es schnell mit China mit seinen 2,5 Millionen Soldaten (USA ca. 1,2 Mio) und Russland zu tun und die Russen haben schon in Kaliningrad (früheres Königsberg) die Raketen auf Europa gerichtet. Sie haben schon angedroht, diese bei einem Angriff auf  den Iran auch einzusetzen. Denkt dran, die Bomben sind schon mehr als 10mal so stark wie bei Hiroshima.

Das weiß auch die USA. Deshalb bremsen sie erst einmal den israelischen Kriegsdrang. Sie entwickeln eine Munition, die magnetisch abgeschossen wird und dadurch doppelt so schnell und doppelt so weit sein kann mit doppelter Durchschlagskraft als die herkömmliche Munition. Damit wird Amerika erst wahrscheinlich in vier Jahren fertig. Also muss sie einen Angriff noch hinauszögern und glaubt dann, eine Chance gegen die chinesischen Soldaten zu haben.

Hallo, als ob die Chinesen nichts entwickeln würden. Aber ein Weltkrieg ist unbedingt notwendig, will die Geldelite an der Herrschaft bleiben. Die Marktwirtschaft liegt in den letzten Zügen, also bleibt der Geldelite nur ein weltweites Monopol von oben und da muss ein Chef ausgekämpft werden, USA oder China, so ist das in primitiven Klassengesellschaften, eben ein Auslaufmodell.

 Es müssen aber, wie im 2. Weltkrieg, eine  Unmenge von Produktionsfabriken zerstört werden, damit es wieder eine wesentliche Nachfrage nach Produktionsmitteln geben kann. Außerdem können die Entwicklungen für einen Weltkrieg wieder für den Konsum eingesetzt werden.

Toll, ein Weltkrieg im Atomzeitalter bedeutet aber die Ausrottung der Menschheit, da der Verlierer in einem konventionellen Krieg zu den Atombomben greifen wird. Bevor ich untergehe, dann sollen alle untergehen. Es wird zwischen China und Amerika keinen Sieger geben, nur Verlierer.

Auch, wenn Amerika jetzt einen Flugzeugträger wegen Geldmangel aus dem persischen Golf abgezogen hat, weil sie damit mehrere 100 Millionen Dollar spart, heißt das nicht, weniger Krieg, sondern der wird einfach nur mit Drohnen effizienter. Produktion optimieren. Krieg optimieren, aber das endet bei der Atombombe.

Aber vor diesem Affentheater kommt noch der Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung. Die USA haben sich darauf schon vorbereitet. Das Heimatschutzministerium hat bereits 7.000 Schnellfeuergewehre gekauft. Und damit jeder gleich weiß, auf wen diese Gewehre zielen sollen, hat das Heimatschutzministerium 2 Millionen Zielscheiben (englisch) geordert mit Fotos von Kindern, Schwangeren, Kleinkindern etc mit amerikanischen Aussehen, damit die Schutzgarde schon mal lernen kann, die Hemmungen zu überwinden, bei Aufständen und Notstandsgesetzen auf Landsleute  zu schießen. Die Waffenungleichheit zwischen Staat und Bürger hat Obama schon damit gewahrt, dass er den Besitz für Zivilisten von Schnellfeuergewehren verboten at. Und mit Aufständen ist zurechnen. Allein die Obdachlosigkeit ist schon so groß wie während der Großen Depression 1929.

Mit den Aufständen ist ab 2015 zu rechnen, dann, wenn in China die Blase mit den 64 Millionen leer stehenden Wohnungen platzt und Konjunkturprogramme keinerlei Wirkung mehr zeigen, da die Gutverdiener sowieso schon alles haben. Die Opposition wird es dann in Amerika wirklich noch schwer haben. Aber Schießereien mit dem Staat sind die schon von den 70er Jahren gewohnt, ich erinnere nur an den Bergarbeiterstreik in Harlan County
In Europa und Lateinamerika und wahrscheinlich auch China sieht es ganz anders aus. Die Arbeiterklassen in Südeuropa, Frankreich, Argentinien und Mexiko sind schon viel weiter und führen schon Betriebe in Selbstverwaltung durch, womit sie dann ein planvolles Wirtschaftssystem aufbauen können, welches die Ungleichgewichte in der Welt mit „gleichem Lohn für gleich Arbeit“ und mit der Freigabe aller Patente und Lizenzen für alle Arbeiterstaaten abschaffen kann und diesen Albtraum der Eliten beendet. In Spanien, Portugal und Griechenland sind die Arbeiter schon ohne Unterlass am Demonstrieren. In Deutschland lassen sie denen erst einmal den Vortritt (Es ist immer sicherer, in ausgetretenen Pfaden zu gehen). In China streiken und kämpfen die Arbeiter doppelt so viel wie in Deutschland. In Vietnam haben sie schon 300 unabhängige Gewerkschaften erkämpft.

In Argentinien jagten sie mit 200.000 den Präsidenten de la Rua (ab 8:0) aus  dem Amt, so dass er mit dem Hubschrauber flüchten musste. Seither erkämpften sie sich schon über 300 Betriebe in Selbstverwaltung – ohne Boss – und führten eine Messe durch für Produkte aus selbstverwalteten Betrieben. In Mexiko  wird die Continental-Reifenproduktion (jetzt Pneustone) schon in Selbstverwaltung durchgeführt. In Chicago führen die ArbeiterInnen von New World Windows den Betrieb in Selbstvewaltung durch. In Spanien besetzten 500 Landarbeiter einen Großgundbesitz.

Also wir sehen, die Selbstverwaltungsbewegung in der Welt ist schon weit vorangeschritten. VioMe (Baustoffe in Griechenland treffen

1. alle wichtigen Entscheidungen trifft die Vollversammlung
2. und der Rat ist jederzeit wieder abwählbar
3. und verdient einen guten Fachabeiterlohn.

Das heißt, eine hierarchisch organisierte, von Bossen diktierte Produktion wird durch eine von der Arbeitervollversammlung in direkter Demokratie geplante Produktion ersetzt. Die Arbeiter haben der ungleichen Verteilung der Ressourcen ein Ende erklärt, auf der Basis kollektiver Entscheidungen wollen sie für eine gleiche und freie Bezahlung sorgen“ (Kollektiv von VioMe)

Wenn diese Bewegung sich weiter ausbreiten wie bald in Argentinien mit seinen 300 Betrieben ohne Boss, schließen die Räte sich dann zu Arbeiterräten zusammen und beginnen die Doppelherrschaft. Merkel, dann ist deine Zeit abgelaufen, dann ist bald Schluss mit den Kriegen.

Norbert Nelte
Krisenticker
Internationale Sozialisten

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